Ein Loch auf dem Römerberg

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Baurbeiten am Loch auf dem Römer.

Frankfurt (nb) - Ein Straßenschaden, kaputtes Kopfsteinpflaster und ein kleines Loch auf dem Römer - eigentlich kein großes Unglück. Und wenn nicht vor 18 Monaten in Köln das Historische Stadtarchiv eingestürzt wäre, hätte der Fall auf dem Römerberg wohl kaum größeres Aufsehen erregt.

Doch da am 3. März 2009 in Köln zwei Menschen starben und drei Gebäude einstürzten, ist die Öffentlichkeit für solche und ähnliche Fälle sensibilisiert, in denen der Boden plötzlich nachgibt. Wie gestern in Frankfurt, als ein Lkw-Fahrer auf dem Römer plötzlich einsackte und zunächst steckenblieb, weil das zuvor noch intakte Kopfsteinpflaster von einem auf den anderen Augenblick löchrig wurde. Doch im Gegensatz zum Kölner Unglück ist in Frankfurt nichts passiert, und auch sonst lassen sich die Fälle wohl kaum vergleichen.

Denn auf dem Römer hat sich der Boden um etwa 20 Zentimeter abgesenkt, von einem Krater zu sprechen, wäre verkehrt. Sogar der Lastwagen kam ohne Abschlepphilfe aus der plötzlich entstandenen Falle. Roland Kammerer, Leiter der Abteilung Abwasser, Ableitung und Gewässer bei der Stadtentwässerung kann denn auch Entwarnung geben: „Wir haben etwa 80 Zentimeter Boden ausgehoben, darunter war das Erdreich wieder fest und tragfähig.“ Eine Gefahr habe sowieso zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Nur über die Ursache für die plötzliche Bodenabsenkung ist sich die Stadt noch nicht ganz sicher. Man habe zunächst anhand von Plänen nachgeschaut, ob sich unter betroffenen Stelle etwas befinde und habe einen nicht mehr benutzten Kanal in vier Metern Tiefe gefunden. Allerdings sei noch nicht klar, ob der Kanal die Ursache für die Absenkung sei, „möglich sind auch Ausspülungen“, so Kammerer.

Quelle: op-online.de

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