Auf Weg zum Einsatz

Feuerwehrleute geblitzt und zur Kasse gebeten

Lohfelden - Auf dem Weg zu einem Einsatz wurden Feuerwehrleute geblitzt. Sie waren neun Stundenkilometer zu schnell unterwegs. Dafür mussten sich bezahlen.

In Nordhessen haben Feuerwehrleute Ärger mit ihrer Gemeinde, weil sie auf dem Weg zu einem Einsatz mit dem Privatwagen geblitzt worden sind. Nach Angaben der „HNA“ traten in den vergangenen Wochen drei von ihnen zu stark aufs Gaspedal, wurden erwischt und zur Kasse gebeten. In einem Fall sei ein Mensch bei einem Unfall im Autowrack eingeklemmt worden, der Brandschützer war im Privatwagen auf dem Weg zum Notfall neun Stundenkilometer zu schnell unterwegs und musste 15 Euro zahlen. Sein Einspruch wurde laut „HNA“ von der Gemeinde zurückgewiesen. Lohfeldens Bürgermeister Michael Reuter (SPD) kommentierte die Vorgänge heute nicht.

Es handele sich um verwaltungsinterne Angelegenheiten. Nach Angaben der Zeitung haben sich bereits Vertreter der Lohfeldener Feuerwehr im Regierungspräsidium beschwert. Das Blatt zitierte auch den Kasseler Anwalt und Experten für Verkehrsrecht, Bernd Stein. Nach seiner Einschätzung hätte die Gemeinde einen Ermessungsspielraum, wenn Leib und Leben bedroht seien. Man könne nach dem Ordnungswidrigkeiten-Recht bei Feuerwehrleuten im Einsatz davon absehen, Verkehrsverstöße zu verfolgen.

Übung in der Feuerhölle

dpa

Quelle: op-online.de

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