Lokführer der Hessischen Landesbahn im Streik

Frankfurt - Streiks bei der Hessischen Landesbahn (HLB) haben heute für Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr gesorgt. Betroffen von den Zugausfällen waren nach Angaben einer HLB-Sprecherin vor allem Limburg und das Rhein-Main-Gebiet. Auch Züge der Verkehrsgesellschaften Vectus und Cantus fuhren nicht.

Auf mehreren Linien wurden daher Ersatzverbindungen eingerichtet. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zu der Arbeitsniederlegung aufgerufen, um damit ihrer Forderung nach einheitlicher Bezahlung für alle Lokführer der Branche Nachdruck zu verleihen.

„Wir haben unverändert kein vernünftiges Angebot bekommen“, sagte der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Norbert Quitter am Morgen im mittelhessischen Friedberg. Wie viele Lokführer der Frühschicht dem Aufruf folgten, war zunächst unklar. Quitter sprach aber von einer sehr guten Beteiligung. „Die Kollegen sind wirklich sauer“, sagte er.

Nicht betroffen von dem Streik waren Züge der Deutschen Bahn und Verbindungen im Fernverkehr. Die Arbeitsniederlegungen begannen um 2.30 Uhr und sollen 24 Stunden dauern.

Die HLB gehört als regionales Nahverkehrsunternehmen zu den großen Konkurrenten der Deutschen Bahn. Sie gehört dem Land Hessen und betreibt insgesamt acht Bahnstrecken und mehr als 50 Buslinien. In der Zentrale in Frankfurt und den Außenstationen Butzbach, Kassel, Königstein und Hofheim sind mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigt.

dpa

Quelle: op-online.de

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