Volle Autobahnen, Zugverkehr eingeschränkt

Der Lokführerstreik und seine Folgen in Hessen

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Frankfurt - Mit ihrem erneuten Ausstand haben die Lokführer der Bahn auch in Hessen für erhebliche Einschränkungen im Zugverkehr sowie auf den Straßen gesorgt.

Am Frankfurter Hauptbahnhof fuhren zwar Züge ein und aus, doch viele Bahnsteige waren am Morgen verwaist. Die Bahn hatte einen Ersatzfahrplan ausgearbeitet und hoffte, im Regionalverkehr fast jeden zweiten Zug anbieten zu können. Die normalerweise eng getakteten S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet fuhren nur ein Mal pro Stunde, wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) berichtete. Zwei der neun Linien entfielen ganz.

„Der Ersatzfahrplan läuft stabil, die Züge, die wir anbieten, sind pünktlich unterwegs“, sagte ein Bahnsprecher am Morgen. Im Fernverkehr fahre jeder dritte Zug trotz des Streiks. Gefahren werden die Züge von Lokführern, die nicht in der Gewerkschaft GDL organisiert sind, die zum Streik aufgerufen hat. Private Bahnunternehmen wie Vias, Cantus, Vlexx oder die Hessische Landesbahn sind nicht von dem Arbeitskampf betroffen. Es ist der siebte Streik der Lokführer innerhalb weniger Monate. Der Personenverkehr ist seit Mittwochmorgen um 2 Uhr betroffen und soll noch bis Donnerstag um 21 Uhr bestreikt werden.

Viele Pendler sind heute Morgen auf das Auto umgestiegen. Auf Hessens Autobahnen sei spürbar mehr Verkehr unterwegs, sagte eine Sprecherin von Hessen Mobil. „Auf den Autobahnen 3 und 5 rund um das Rhein-Main-Gebiet ballt es sich besonders“. Zudem sorgten zwei Unfälle auf der A5 und der A67 für Behinderungen. Wegen eines Unfalls mit zwei Lastwagen war die A5 bei Alsfeld in Richtung Frankfurt von etwa 5 Uhr an zunächst voll gesperrt. Auf der A67 nahe Pfungstadt krachten zwei Autos in einem Baustellenbereich ineinander.

Bei Streik: Ihre Rechte als Passagier

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dpa

Quelle: op-online.de

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