Lotsen machen Fehler: Flugzeuge kommen sich gefährlich nahe

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Es habe zwar keine Kollisionsgefahr bestanden, aber „so etwas darf nicht passieren“, meint DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden.

Langen/Frankfurt - Zu einer gefährlich nahen Begegnung zweier Passagiermaschinen ist es im Dezember am Frankfurter Flughafen gekommen. Ein Lotsenfehler hat dazu geführt, wie die Deutsche Flugsicherung heute mitteilt.

Ein Riesenairbus A380 war im Dezember durchgestartet, fast gleichzeitig startete aber auch von der Parallelbahn ein Flugzeug vom Typ A320. Statt der vorgeschriebenen 12,8 Kilometer habe der Abstand der Maschinen in der Luft nur 1,8 Kilometer betragen, berichtete die Deutsche Flugsicherung (DFS) heute in Langen.

Zwar habe keine Kollisionsgefahr bestanden, aber DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden nannte den Vorfall „ganz gravierend“. „So etwas darf nicht passieren.“ Vorausgegangen sei ein Missverständnis zwischen den beiden Lotsen, die die Maschinen leiteten. Der Lotse, der den Start für die kleinere Maschine freigab, „hätte ein paar Sekunden warten müssen“, sagte DFS-Sprecher Axel Raab. Der A 380 sei wegen heftiger Turbulenzen kurz vor dem Aufsetzen durchgestartet.

Fliegen im vergangenen Jahr so sicher wie noch nie

Der Vorfall vom 13. Dezember, der noch nicht abschließend untersucht ist, fehlt noch in der Statistik der gefährlichen Begegnungen im deutschen Luftraum für das vergangene Jahr. Sie weist vier solcher Zwischenfälle aus, die aber laut DFS allesamt nicht in ihre Verantwortung fallen. In allen vier Fällen seien sich Militärmaschinen und Kleinflugzeuge zu nahe gekommen - zwei in Nord- und zwei in Süddeutschland. Zu Unfällen war es aber nicht gekommen.

Weltweit war Fliegen im vergangenen Jahr so sicher wie noch nie. In der zivilen Luftfahrt starben 498 Menschen, wie die Sicherheitsbilanz des deutschen Unfalluntersuchungsbüros JACDEC ergab. Im Jahr zuvor waren noch 829 Flugzeuginsassen ums Leben gekommen. Die große Mehrheit der Unfälle ereignete sich mit Flugzeugtypen, die seit Jahren nicht mehr gebaut werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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