Lufthansa will früher starten

Frankfurt (sef) - Um bei Verspätungen einen Puffer zu haben, hat die Lufthansa alle Interkontinental-Flüge für spätestens 22.15 Uhr angesetzt, wie Unternehmenssprecher Peter Schneckenleitner mitteilt.

Weiter wolle man mit dem Winterflugplan versuchen, auch innereuropäische Flüge bis ebenfalls spätestens 22.15 Uhr auf die Reise zu schicken. Das komme einer Erweiterung des Nachtflugverbots um eine halbe Stunde gleich und verursache Kosten im Millionenbereich.

Warnung vor einem Image-Schaden

Hintergrund ist, dass seit Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest Ende Oktober 12.000 Kunden der Lufthansa am Frankfurter Flughafen übernachten mussten. Schneckenleitner vermutet, dass bei den anderen Airlines weitere 8000 Passagiere betroffen waren. Das Wirtschaftsministerium habe keine Ausnahmegenehmigungen vom Nachtflugverbot erteilt. Angesichts dessen, warnt Schneckenleitner vor einem großen Image-Schaden. Beispielsweise würde in Vielfliegerforen bereits dazu geraten, Frankfurt am Abend als Umsteigeflughafen zu meiden. „Wir brauchen eine verlässlichere und vor allem flexiblere Verspätungsreglung“, fordert Schneckenleitner. Bis dahin sei eine pragmatische Handhabung nötig.

Quelle: op-online.de

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