Lichtkunst in der Frankfurter Innenstadt

Mehr Licht für die Erleuchtung

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Frankfurt - „Siehst Du dieses Licht?“ „Welches Licht?“ „Hast Du es denn nicht gesehen?“ - auch ohne Sonnenbrille darf man beim nächtlichen Spaziergang zu den verschiedenen Stationen der Luminale in Frankfurt bisweilen an einen Dialog aus dem „Blues Brothers“-Film erinnert fühlen. Von Christian Riethmüller

Nicht immer will einem beim Anblick der zahlreichen Lichtinstallationen und leuchtenden Performances in der Innenstadt das Licht der Erleuchtung aufgehen. Vielleicht ist manches Projekt aber auch nur noch nicht ins rechte Licht gesetzt, weshalb sich bis Freitag weitere Abendspaziergänge zu den Luminale-Kunstwerken gewiss lohnen. .

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Leuchtende Beispiele

Alle zwei Jahre wird passend zur Fachmesse „Light and Building“ das Festival der Lichtkultur veranstaltet, das sowohl die technischen Möglichkeiten als auch den ästhetischen Gewinn beim Spiel mit dem Licht auf mitunter staunenswerte Weise vorführt. Nebenbei zeigt das Festival eine Region, die gewiss nicht unter Lichtknappheit leidet, in einem ungewohnten, in einem „anderen“ Licht. Dieses andere Licht ist bei der diesjährigen Luminale vor allem in Gebäuden zu erleben. Bot sich bei früheren Auflagen des Festivals manches Spektakel im Freien, etwa in den Wallanlagen rund um die Frankfurter Innenstadt, lohnt diesmal vor allem der Besuch von Gotteshäusern. In der Katharinenkirche an der Hauptwache etwa bringt die Künstlergruppe ProKaB mit ihrer Installation „Light: „A Spark of Soul“ Licht, Zeit und Raum in ein metaphorisches Wechselspiel. In einer blauen Lichtskulptur wabert Dampf und kündet so vom Geheimnis von Werden und Vergehen.

Vom Werden handelt auch die Installation im Dom, die in einem Gewand aus Licht und Klang die Schöpfungsgeschichte interpretiert. In täglichen Vorführungen um 19, 20, 21 und 22 Uhr deuten Künstler, Instrumentalisten und Sänger in Licht- und Klanginstallationen die Texte aus der Genesis.

Einer der wichtigsten Veranstaltungsorte der Luminale ist einmal mehr der Palmengarten. wo zwölf Installationen von verschiedenen Lichtkünstlern zu bewundern sind. Bespielt werden nicht nur der Garten und die Brunnen, sondern auch die Gebäude wie Haus Rosenbrunn oder das Palmenhaus.

Luminale-Flaneure sollten außerdem den Besuch der Naxoshalle in der Waldschmidtstraße nicht versäumen, wo über ein Dutzend Lichtkunstprojekte zu bewundern sind. Von dort ist es dann auch nicht gar zu weit zur illuminierten Osthafenbrücke, die während der Abende für den Autoverkehr gesperrt ist und einen exzellenten Blick auf die Skyline bietet.

Quelle: op-online.de

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