Luminale nur noch in Offenbach und Frankfurt

Aus Licht wird Kunst

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Der Frankfurter Hauptbahnhof zeigt den Blick in die Unendlichkeit.

Frankfurt - Licht erhellt den Geist. Licht ist „Moderne Kunst“, die wirklich jeder verstehen kann. In wenigen Tagen zeigen wieder internationale Lichtkünstler, auf welche Weise klug dosierte Helligkeit die Ästhetik, Struktur und Funktion von Objekten veranschaulichen kann. Von Michael Eschenauer

Es ist wieder Luminale-Zeit – vom 30. März bis zum 4. April

„Die Stadt öffnet sich als Experimentierfeld. Der Labor-Charakter und die Chance für junge Lichtkünstler, international bekannt zu werden – das unterscheidet die Luminale von anderen Lichtfestivals“, sagt Helmut Bien, Projektleiter des Spektakels. Und wenn er „Stadt“ sagt, meint er eigentlich zwei Städte: Frankfurt und Offenbach. Gerade Offenbach, so Biens Überzeugung gestern bei der Vorstellung des Luminale-Programms, verfüge über „Möglichkeitsräume“, die woanders nicht mehr vorhanden seien. 35 der insgesamt 182 Veranstaltungen und Projekte, sie werden „Lichtinszenierungen“ genannt, finden sich in der Lederstadt. Bien bezeichnet die Achse Frankfurt-Offenbach als „Traumkooperation“ und nennt als Highlights das Hafenquartier mit der Off-Location „Hafen 2“ und die Heyne-Fabrik.

In Frankfurt finden sich die Höhepunkte der „Biennale der Lichtkultur“, die im Jahre 2002 von der Messe Frankfurt und von den Ausstellern der Messe „Light + Building“ ins Leben gerufen wurde, an folgenden Orten: Am Hauptbahnhof akzentuiert die LED-Beleuchtung Details der Fassade. Im Innenraum entsteht eine Kunsthalle. „RaumZeitPiraten“ haben die Weißfrauenkirche gekapert. Am Vorplatz der Deutschen Bank löst eine Skulptur aus 1000 Glasstäben das Licht in sein Farbspektrum auf. Ein Anziehungspunkt wird auch die Naxoshalle sein. Weitere Hingucker finden sich an Börsenplatz, Hauptwache, Römer, im Palmengarten, an der Osthafenbrücke oder rund um ein Containerschiff. Speziell die neue Osthafenbrücke wird wohl viele der erwarteten 4000 Fotografen anlocken. Von hier aus hat man eine phänomenale Sicht auf die Skyline.

Luminale 2012 bringt Städte zum leuchten

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Der Besuch der Luminale ist kostenlos, ebenso die Shuttle-Busse, die im Zehn-Minuten-Takt verkehren. Sie verbinden alle Schauplätze im Frankfurter Stadtgebiet und fahren täglich von 18 bis etwa 1 Uhr. Idealer Wegbereiter, um die zahlreichen Standorte in Offenbach zu erreichen, ist der „Luminale Express“, der auch Frankfurt mit Offenbach verbindet.

Quelle: op-online.de

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