Neunjährige allein im ICE zum Flughafen

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Neunjähriges Mädchen allein im ICE zum Flughafen Frankfurt unterwegs.

Frankfurt (ale) - Bahnhof in Montabaur. Es ist 11.01 Uhr am gestrigen Dienstag. Ein Mann hebt seine neunjährige Tochter in den ICE nach Frankfurt...

Das Gepäck steht zusammen mit der Mutter des Mädchens noch auf dem Bahnsteig, in rund zwei Metern Entfernung. Der Mann dreht sich zu den Koffern, will sie in den Zug laden. Da schließt sich plötzlich die Tür des ICE und verriegelt sofort. Verzweifelte Rufe des Mannes und der Mutter des Mädchens verhallen am Bahnsteig. Der ICE setzt sich langsam in Bewegung und trennt das weinende Mädchen von seiner Mutter und deren Lebensgefährten.

Es ist noch immer 11.01 Uhr, als sich zwei Bundespolizisten im Zug um das Mädchen kümmern und die Kleine beruhigen. Die beiden Polizisten sind auf dem Weg zum Dienst auf dem Frankfurter Flughafen. Sie nehmen Kontakt zu den Zugbegleitern auf, die von dieser Tragödie nichts mitbekommen haben. Das Mädchen beruhigt sich langsam, nachdem ihm die Polizisten versichern, dass es seine Mutter in wenigen Minuten am Flughafen wiedersehen wird.

Zwischenzeitlich hatte der Lebensgefährte der Mutter die Zentrale der Deutschen Bahn in Montabaur kontaktiert, die sofort handelt und ihn und die Mutter mit dem Taxi zum Frankfurter Flughafen fährt. In der DB Lounge am Flughafen-Fernbahnhof ist man bereits informiert und nimmt das Mädchen am Bahnsteig in Empfang. Pünktlich um 11.34 Uhr kommt der ICE am Fernbahnhof an und der Familienzusammenführung sowie dem gemeinsamen Türkei-Urlaub stehen nun nichts mehr im Wege. Kurze Zeit später klingelt das Handy eines der beiden Bundespolizisten. Der Lebensgefährte der Mutter bedankt sich überglücklich bei dem Beamten für die Unterstützung.

Quelle: op-online.de

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