Land Hessen wehrt sich

Weiter Streit um Gäfgen-Entschädigung

Frankfurt - Der Streit um die staatliche Entschädigung für den Kindsmörder Magnus Gäfgen geht in die nächste Runde. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) werde verhandelt, ob das Land Hessen die 3000 Euro an Gäfgen zahlen muss, sagte sein Anwalt Michael Heuchemer.

Aus Kreisen des OLG hieß es, Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) habe Rechtsmittel eingelegt. Der Zivilprozess sei für den 10. Oktober anberaumt.

Gäfgen hatte im Jahr 2002 den Frankfurter Bankierssohn Jakob von Metzler entführt und von den Eltern eine Million Euro Lösegeld erpresst. Nach seiner Festnahme drohten ihm Polizisten mit Folter, damit er das Versteck des Jungen preisgibt. Da hatte er den Elfjährigen aber schon erstickt. Wegen Mordes wurde Gäfgen im Jahr 2003 vom Landgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Wegen der Folterdrohung sprach ihm das Gericht später 3000 Euro Entschädigung plus Zinsen zu.

dpa

Quelle: op-online.de

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