Grüne wollen Aufklärung nach Gift gegen Maikäfer

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Nach dem umstrittenen Gifteinsatz gegen Maikäfer bei Pfungstadt und der Kritik von Naturschützern fordern die Grünen von der Landesregierung Aufklärung.

Pfungstadt/Wiesbaden - Nach dem umstrittenen Gifteinsatz gegen Maikäfer bei Pfungstadt und der Kritik von Naturschützern fordern die Grünen von der Landesregierung Aufklärung.

Es sei nicht hinnehmbar, dass die Bevölkerung bei einem so umfangreichen Eingriff nicht umfassend informiert werde, begründete heute der forstpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Daniel May.

Das von der Maikäferplage besonders betroffene Pfungstadt hatte am Montag als einzige Kommune das Insektizid Dimethoat eingesetzt. Der Wald musste für zwei Tage gesperrt werden. Die Stadt weist inzwischen auch im Internet und im Wald mit Info-Tafeln auf mögliche Gefahren hin. Eine Sprecherin warnte allerdings vor Panikmache. „Es ist unverantwortlich, wie in der Bevölkerung Ängste geschürt werden“, sagte Petra Wagner vom städtischen Fachbereich Umwelt zu der Kritik des Naturschutzbundes, kräftiger Wind habe die Giftwolken bis zu 150 Meter weit verweht.

„Für die Hubschrauber-Flüge wurden ständig Windmessungen vorgenommen. Die waren alle im grünen Bereich.“ Bei ersten Kontrollen seien auch nur sehr wenige tote Fremdinsekten entdeckt worden. „Ameisen krabbeln, Schmetterlinge fliegen. Es ist nicht so, dass wir einen toten Wald hätten“, sagte Wagner. Inzwischen werde darauf hingewiesen, „dass Wildkräuter, Waldbeeren und Pilze aus den behandelten Flächen aus Vorsorgegründen nicht zum Verzehr geeignet sind“.

dpa

Quelle: op-online.de

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