Fischerstechen und Feuerwerk

Frankfurt (jfa) - Reges Treiben herrschte gestern am Eisernen Steg. Wo sonst echte Autos fahren, wird ein Autoscooter aufgebaut. Fahrgeschäfte mit klangvollen Namen wie „Jaguar-Express“ und „Air Crash“ sollen Besucher zum diesjährigen Mainfest locken.

Das Traditionsfest findet vom 5. bis 8. August am innerstädtischen Mainufer auf Höhe des Römerberg statt.

Nur wenige Schritte von den Aufbauarbeiten entfernt wird abgerissen: Bagger fressen sich in die Betonmauern des Historischen Museums, um Platz für einen Neubau zu schaffen. „Für manche Stände am Römer wird es wegen der Bauarbeiten unangenehm“, befürchtet ein Standbetreiber.

Der Kontrast zwischen den offenen Betonwänden und der traditionellen Eröffnungsveranstaltung am Römerberg ist vorprogrammiert. Wie in jedem Jahr wird dort die mittelalterliche Tradition des Weinbrunnens gepflegt. Während der Veranstaltung fließt echter Wein aus dem Gerechtigkeitsbrunnen, so wie es schon im Mittelalter, insbesondere bei den Kaiserkrönungen, Brauch war. Der obligatorische Ochs am Spieß werde von Stadtrat Markus Frank persönlich angeschnitten, verrät Veranstalter Kurt Stroscher von der städtischen Tourismus + Congress GmbH Frankfurt.

Im Mittelalter ist das heutige als Fischerfest gegründet worden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht deshalb nach wie vor das Fischerstechen, das am Sonntag (7. August) um 16 Uhr zu sehen ist. Dabei versuchen zwei Kontrahenten auf dem Main, sich gegenseitig mit Stöcken aus ihren Booten zu stoßen. Zu den Höhepunkten zählt Stroscher außerdem das große Feuerwerk am Montag (8. August, 22 Uhr). Das sei besonders spektakulär, weil die Feuerwerkskörper, anders als beim Museumsuferfest, direkt vom Sachsenhausener Mainufer abgefeuert werden könnten. Am Römerberg wird zudem an allen vier Tagen Livemusik gespielt.

Die Bauarbeiten am Römer wirkten sich auch auf die Zahl der Stände aus. Zwar seien es weniger als in den letzten Jahren, aber inklusive der Fahrgeschäfte immerhin 110, so Stroscher. Über die Besucherzahlen macht er sich keine Sorgen - die seien in erster Linie vom Wetter abhängig. Höhepunkte wie das Feuerwerk hätten sich selbst bei Regen als Besuchermagnet erwiesen. Und überhaupt: zu heiße Tage könnten dem Geschäft sogar schaden, sagt einer der Standbetreiber.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio.de/Friedrich Hillenbrand

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