Fall kommt heute vor Gericht

Mainova dreht Pferderennbahn das Wasser ab

Frankfurt - Durst leiden sie nicht, die an der Rennbahn in Frankfurt-Niederrad lebenden Pferde, denn der Rennklub tränkt sie aus einem eigens herbeigeschafften Wassertank. Grundsätzlich aber wurde der Rennbahn das wertvolle Nass von der Mainova gesperrt.

Strom und Gas fließt nur, weil dem Unternehmen der Zugang zur Absperrvorrichtung untersagt wurde. Der Streit kommt heute vor Gericht. In dem Verfahren zwischen dem Rennklub, der städtischen Hippodrom GmbH und der Mainova geht es um die Schließung der Rennbahn, an deren Stelle der DFB sein Leistungszentrum bauen will. Auslöser der Versorgungsprobleme ist der Streit darüber, ob zwischen dem Rennklub und der Hippodrom geschlossene Verträge weiter Gültigkeit haben.

So war die städtische Gesellschaft früher für das Rennbahn-Gelände verantwortlich und hatte mit dem Rennklub einen Vertrag dahingehend, dass letzterer die Pferderennen auf dem Areal zu organisieren habe. Als klar war, dass das Gelände an den Deutschen Fußball-Bund verkauft werden würde, kündigte Hippodrom die Vereinbarungen mit dem Rennklub.

Dieser allerdings will das Gelände nicht räumen, organisiert weiter Rennen und ist der Auffassung, dass der Vertrag weiter gültig sei. Die Auseinandersetzung darüber, ob Hippodrom weiter für die Rennbahn und auch für die Versorgungsanschlüsse auf dem Gelände zuständig ist, führten jetzt dazu, dass 21.000 Euro an Rechnungen an die Mainova nicht bezahlt wurden. Daraufhin drehte der Versorger das Wasser ab.

mic

Quelle: op-online.de

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