Mainova will Strom selbst erzeugen

Frankfurt (mic) ‐ Der Energieversorger Mainova AG will sein Hauptabsatzgebiet Frankfurt künftig fast vollständig mit Strom beliefern, den er selbst erzeugt hat.

Nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will das mehrheitlich städtische Unternehmen generell die Stromerzeugung deutlich steigern. Gegenwärtig stammt die Hälfte des Absatzes aus eigenen Kraftwerken. Der Anteil des Fremdstroms solle auf unter ein Fünftel sinken, erklärte der Mainova-Vorstandsvorsitzende, Constantin Alsheimer. Sein Unternehmen schlägt damit eine ähnliche, auf mehr Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen abzielende Strategie ein, wie andere regionale Energieversorger, zum Beispiel die Darmstädter HSE. Außerdem investiert man in alternative Energiequellen.

Rund 500 Millionen Euro schwer ist das Investitionsprogramm des Unternehmens, mit dem man diese Ziele erreichen möchte. 250 Millionen Euro will man in Windparks stecken, 130 Millionen Euro in konventionelle Erdgas-Kraftwerke. Die Effizienz des Heizkraftwerks im Gutleutviertel soll gesteigert werden. 100 Millionen Euro sind für die Erzeugung von Energie aus Biomasse gedacht. Alsheimer plädierte gegen die Verlängerung von Laufzeiten bei Atomkraftwerken aus. Dies gefährde bei regionalen Erzeugern das Engagement in alternative Formen der Energiegewinnung.

Quelle: op-online.de

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