Viele Reaktionen auf „Wildpinkler“

Was tut man(n), wenn’s pressiert?

Diesen „Pinkelstern“ hat Leser Michael Glombig im niederländischen s’Hertogenbosch fotografiert. Eine Lösung auch für deutsche Innenstädte?

Offenbach - Es ist ein populäres Thema: Nach unserem Bericht über wildes Pinkeln vornehmlich von Männern und wie die Städte im Rhein-Main-Gebiet dagegen vorgehen, haben sich zahlreiche Leser zu Wort gemeldet.

Gerhard Uebler aus Heusenstamm-Rembrücken etwa meint, dass es viel zu wenige öffentliche Toiletten gibt – und wenn, finde man(n) sie nicht, weil die Hinweisschilder zu unauffällig seien. Größere Geschäfte, Discounter und Parkhäuser sollten verpflichtet werden, öffentliche Toiletten anzubieten.

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Michael Glombig aus Rödermark-Messenhausen spricht von einer „Unart meiner Geschlechtsgenossen“. Auf einer Reise mit seiner Frau ins niederländische s’Hertogenbosch hat er eine seiner Ansicht nach sinnvolle Einrichtung im Bild festgehalten, die er aus der Ferne zunächst für eine Skulptur hielt. Bei näherer Betrachtung entpuppte sich diese als kreuzförmiges Kunststoff-Urinal mit vier Plätzen und Auffangbehälter – auch „Pinkelstern“ genannt. „Vielleicht wären diese ,Skulpturen’ eine gelungene Einrichtung in unseren Städten statt Ordnungsgelder und Verbotsparagrafen“, meint Herr Glombig.

In der Tat: Für wenig genante, Männer – und das sind Wildpinkler ja – sind die Pissoirs aus Polyethylen ein Angebot. Derzeit finden sie einem Sprecher des auf Mobiltoiletten spezialisierten Duisburger Unternehmens Satellite Industries zufolge „reißenden Absatz“. Allerdings für Großveranstaltungen wie „Rock am Ring“ oder Kölner Karneval. Vorteile haben die „Pinkelsterne“ durchaus: Sie kosten unter 500 Euro und bieten Platz für vier auf der Fläche eines Dixie-Klos. Aber eine Dauerlösung für Innenstädte, meint der Sprecher des Herstellers, sind sie eher nicht. (re)

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Quelle: op-online.de

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