Wieder Probleme bei zentralen Mathe- Prüfungen in Hessen

Kassel/Wiesbaden -  Der Bewertungsschlüssel für die Abschlussarbeit Mathematik im Bildungsgang Realschule sei „angepasst worden“, teilte das Kultusministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit.

 „Dadurch ist sichergestellt, dass die einzelnen Notenstufen auch mit einer geringeren Punktzahl erreicht werden können.“ Ein entsprechender Erlass sei am Mittwoch an alle Schulämter sowie an alle betroffenen Schulen gegangen. Grund für den Erlass seien Rückmeldungen aus den Korrekturbesprechungen der Staatlichen Schulämter.

Die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ („HNA“) hatte zuvor in ihrer online-Ausgabe berichtet, wegen massiver Kritik an den Mathe- Abschlussarbeiten kündige sich landesweiter Lehrerprotest an. 25 Schulleiter des Arbeitskreises der Gesamtschulen in der Region Kassel hätten sich einer Resolution angeschlossen, in der sie sich weigern, „die Abschlussarbeiten nach dem festgelegten Maßstab zu bewerten“.

Die Kritik: Die Prüfungsaufgaben seien zu umfangreich gewesen. Die meisten Schüler hätten daher nur eine Wahlaufgabe bearbeiten können. Eine beträchtliche Zahl von ihnen hätte damit keine ausreichende Note erreicht. Im vergangenen Schuljahr hatte das Ministerium im Mathe-Abitur falsche Aufgaben gestellt. Schüler, die wollten, konnten die Klausuren schließlich nachschreiben. Auch in diesem Jahr hatte das Fach vor den Osterferien bei den Abi-Klausuren an einigen Schulen für Unruhe gesorgt, von denen rund 90 Schüler betroffen waren. Das Kultusministerium sah darin „Versäumnisse einiger Lehrer“. Diesen drohten Konsequenzen, weil sie an sechs Schulen die Abiturienten in Mathe mangelhaft vorbereitet hätten.

dpa

Quelle: op-online.de

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