McDonald's-Betreiber wegen Betrugs mit Spenden vor Gericht

Frankfurt - Der frühere Chef von vier Frankfurter McDonald's-Filialen soll die Spendenhäuschen im Fast-Food-Restaurant geleert und auf sein Privatkonto transferiert haben.

Seit dem heutigen Mittwoch muss sich der 50 Jahre alte Geschäftsmann wegen Betruges in mehr als 50 Fällen vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Nach Berechnungen der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte im Zeitraum 2007/08 rund 12.000 Euro für sich abgezweigt.

Am ersten Verhandlungstag ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger mitteilen, er habe bei einem Gesamtvolumen von mehreren Millionen Umsatz einfach den Überblick verloren. Daher habe er die auf seinem Konto „zwischengeparkten“ Beträge nicht an die McDonald's- Kinderstiftung weitergeleitet. „Das ist ein Fehler, der nicht hätte passieren dürfen“, sagte der Anwalt. Parallel dazu habe aber der Angeklagte persönlich immer wieder an dieses Hilfswerk gespendet - und zwar mehr als das Doppelte des Betrages. Der Gerichtsvorsitzende forderte den Verteidiger auf, entsprechende Unterlagen beizubringen. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe war der Angeklagte bei McDonald's ausgeschieden und hatte Privatinsolvenz angemeldet.

dpa

Quelle: op-online.de

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