Nach US-Vorbild

Medizinstudenten behandeln Patienten ohne Krankenversicherung

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Frankfurt - Weit über 100.000 Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung. In Frankfurt bieten jetzt Medizinstudenten ihre Hilfe an.

Nach US-Vorbild helfen Medizinstudenten in Frankfurt Menschen ohne Krankenversicherung. Die kostenlose wöchentliche Sprechstunde wird vom Gesundheitsamt und der Uni-Klinik organisiert. Das Projekt kopiere die "Student Run Free Clinics" in den USA und deutschlandweit einmalig, berichteten die Organisatoren heute. Ziel sei es, Nichtversicherten eine medizinische Basisversorgung zu bieten und gleichzeitig Studenten die Gelegenheit zu geben, praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Mitarbeit in dieser "studentischen Poliklinik" ist laut Studiendekan Robert Sader ein Wahlfach in der klinischen Ausbildung. Die Studierenden höherer Semestern übernehmen selbstständig ärztliche Aufgaben, dabei schauen ihnen aber erfahrene Mediziner über die Schulter.

Finanziert wird die Sprechstunde - jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr in den Räumen des Gesundheitsamts - von der Goethe-Universität, aus Spendengeldern und mit Hilfe einer Apotheke, die Medikamente günstiger abgibt. Schon seit über zehn Jahren gibt es in Frankfurt eine "Internationale Humanitäre Sprechstunde", in der Menschen ohne Versicherung - und oft ohne festen Wohnsitz oder Aufenthaltserlaubnis - kostenlos und anonym behandelt werden. Laut Statistischem Bundesamt hatten in Deutschland 2011 rund 137.000 Menschen keine Krankenversicherung.

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dpa

Quelle: op-online.de

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