Polizei spricht von „ganz großem Ding“

Offenbach ‐ Die Offenbacher Polizei ist sich sicher: „Das war ein richtig guter Fang“, da ist ein ganz „großes Ding“ aufgeklärt worden. Ins Netz gegangen ist den Ermittlern eine Bande von deutschen und polnischen Wohnungseinbrechern, die noch eine Menge anderer Delikte auf dem Kerbholz haben, wie die Polizei gestern berichtete. Von Angelika Dürbaum

Das reicht von Betrug, Schwarzarbeit, Hehlerei und Urkundenfälschung bis hin zu Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie Ausländergesetz. Eine große Zahl von Einbrüchen, die in den vergangenen Wochen und Monaten die Menschen in der Region, vor allem in Dreieich und Neu-Isenburg, in Angst und Schrecken versetzt hatte, dürfte damit geklärt sein. Insgesamt werden den Tätern bislang mehr als 100 Einbrüche in Hanau, Frankfurt, Darmstadt, sowie in Stadt und Kreis Offenbach zur Last gelegt.

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Nach Angaben von Sprecher Henry Faltin geht die Polizei aber davon aus, dass die Räuber noch wesentlich mehr Einbrüche zu verantworten haben. Hinzu kämen weitere Taten mit gefälschten Dokumenten, durch die unter anderem Kredite erschlichen wurden. Zwar hätten es die Offenbacher Ermittler immer mal wieder mit Banden zu tun, aber eine solche Vielschichtigkeit und eine so durchdachte Struktur der Betrügereien stelle eine „Novität“ dar, erklärte Faltin.

Alle Fäden in der Hand hatten zwei Polen, die schon seit längerem in Frankfurt lebten. Die beiden 44 und 56 Jahre alten Hauptbeschuldigten schickten Schwarzarbeiter und Pflegekräfte aus. Dank ihrer Tipps wussten die Räuber, in welchen Wohnungen sich ein Einbruch lohnt. Die Täter klauten - mindestens seit Sommer 2008 - alles was nicht niet- und nagelfest war: Bilder, Schmuck, Uhren, Münzen, aber auch antike Waffen und Statuen. Der Wert der Beute liegt laut Polizei im sechsstelligen Bereich.

Am vergangenen Dienstag hob die Polizei die Bande aus. In einer groß angelegten Aktion durchsuchten Ordnungshüter zeitgleich 13 Wohnungen, Geschäfte und Lagerräume im Rhein-Main-Gebiet bis hinein in den Odenwald. Die Hauptverdächtigen sitzen in Haft.

Quelle: op-online.de

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