Mehr Geld für Experimente

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Rauch und bunter Schaum machen den Chemieunterricht für die Schüler erst so richtig interessant.

Frankfurt ‐ Vorsichtig kippt Anja Kirsch das Braunsteinpulver in die Flasche mit dem flüssigen Wasserstoffperoxid - sogleich steigt heftiger Rauch auf. Von Thomas Holzamer

Der Braunstein wirkt als Katalysator und zersetzt das Wasserstoffperoxid in Wasserdampf und Sauerstoff, die aufsteigen“, erläutert die Schülerin des Chemie-Leistungskurses von Oberstudienrätin Anne Schröder-Habbel. Die Experimente kommen nicht nur bei den Schülern des Frankfurter Lessing-Gymnasiums gut an. Sie sollen Interesse für das Fach Chemie und vielleicht sogar für ein späteres Studium oder eine Ausbildung wecken, so hofft Gerd Romanowski, Geschäftsführer des Fonds der chemischen Industrie. Dieser unterstützte seit 2001 mit seiner „Schulpartnerschaft Chemie“ 2215 Schulen mit finanziellen Mitteln für Geräte, Chemikalien, Unterrichtsmaterial und Fortbildungen für die Lehrkräfte. Jetzt wurde die Initiative, von der in Offenbach schon die Marienschule und die Albert-Schweitzer-Schule profitierten, um weitere drei Jahre verlängert. Pro Jahr stellt der Fonds Schulen 2,2 Millionen Euro zu Verfügung. Damit wolle man bereits in der Schule den Grundstein für die kommende Generation von gut ausgebildeten Wissenschaftlern, Ingenieuren und Technikern legen, hofft Romanowski.

Weitere Infos zu Schulpartnerschaft Chemie gibt es auf der Internetseite http://www.vci.de/fonds.

Einfluss auf die Unterrichtsinhalte werde seitens der Industrie dabei nicht genommen, wie Anne Schröder-Habbel bestätigt. „Die Fachlehrer beantragen einfach die nötigen Lehrmittel und Chemikalien und der Fonds übernimmt dann die Kosten“, erläutert die Lehrerin. Einzige Voraussetzung: Die Materialien dürfen ausschließlich für den Chemieunterricht bestimmt sein.

Quelle: op-online.de

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