Immer mehr Menschen in Hessen mit HIV/Aids

+
Nach einer Schätzung des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich im Jahr 2010 etwa 240 Menschen mit dem Aids-Virus angesteckt.

Frankfurt/Berlin - Aller Aufklärungskampagnen und Appellen zum Trotz - der HI-Virus scheint in Hessen derzeit nicht aufzuhalten zu sein:

Nach einer Schätzung des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) haben sich im Jahr 2010 etwa 240 Menschen mit dem Aids-Virus angesteckt. Damit leben rund 7000 Menschen in Hessen mit der unheilbaren Immunschwächekrankheit. Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag.

Trotz vieler Aufklärungskampagnen liegen die Infektionszahlen ähnlich hoch wie in den Vorjahren. Am häufigsten stecken sich weiterhin homosexuelle Männer neu mit HIV an. Die Zahl liegt nach RKI-Schätzungen im Jahr 2010 bei rund 180 Fällen. Doch auch heterosexuelle Kontakte fallen ins Gewicht (40 Fälle). Dagegen liegen die Ansteckungszahlen durch Drogengebrauch eher niedrig (rund 10 Fälle).

In Hessen starben 2010 rund 70 HIV-Patienten an Aids, ähnlich viele wie in den Vorjahren. HIV ist eine meldepflichtige Erkrankung. Die RKI-Schätzungen beruhen auf Meldungen von Ärzten und Hochrechnungen aus dem Datenbestand. Inzwischen leben rund 70.000 Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus. Die Infektionszahlen liegen deutlich höher als die Todesfallzahlen. HIV ist heute dank verbesserter Medikamente überwiegend zu einer chronischen Krankheit geworden. Sie ist jedoch nach wie vor nicht heilbar. Rund 2800 HIV-Positive erhalten in Hessen eine Medikamenten- Therapie.

dpa

Quelle: op-online.de

Kommentare