Mit mehr Schutz rechnen

Leipzig/Offenbach ‐ Am künftigen Hauptstadtflughafen Berlin-Schönefeld wird es kein komplettes Nachtflugverbot geben. Das Bundesverwaltungsgericht wies Klagen von Anwohnern und Gemeinden zurück, bestätigte die geplante Regelung.

Danach sind am Großflughafen zwischen 22 Uhr und Mitternacht sowie zwischen 5 und 6 Uhr durchschnittlich 77 Starts und Landungen erlaubt, maximal 103. Die Planer hätten Lärmschutzinteressen der Anwohner ausreichend berücksichtigt. Über Nachtflüge müssen die obersten Verwaltungsrichter auch für den Frankfurter Flughafen entscheiden.

Das Leipziger Urteil biete „interessante Aspekte“, so Paul-Gerhard Weiß, zuständiger Dezernat für das Thema Flughafenausbau in Offenbach. Dies habe der Prozessbevollmächtigte der Stadt, Dr. Reiner Geulen, nach einer ersten Bewertung des Urteils deutlich gemacht. Zu bedenken sei: In Berlin seien viel weniger Menschen von Fluglärm betroffen als in der Region Frankfurt. Hinzu komme ein viel niedrigeres Verkehrsaufkommen im Vergleich zum Flughafen Frankfurt, der eine ganz andere Dimension habe. Gleichwohl gebe es in Berlin neben einem absoluten Nachtflugverbot in der Kernzeit 23.30 Uhr bis 5.30 Uhr auch starke Beschränkungen in den Nachtrandstunden. „Wird das auf Frankfurter Verhältnisse übertragen, können wir mit noch mehr Schutz rechnen“, hieß es.

dpa/psh

Quelle: op-online.de

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