Nach den Anschlägen von Paris

Zur Sicherheit auf dem Weihnachtsmarkt: Mehr Polizisten vor Ort

Frankfurt -  Auf dem größten Weihnachtsmarkt in Hessen wollen Polizei und Stadt in diesem Jahr noch mehr für die Sicherheit der Besucher tun. Erste Maßnahmen wurden nun bekannt.

Erstmals wird es eine gemeinsame Lautsprecheranlage von Polizei und Stadt geben. Das sagte Polizeisprecher Alexander Kießling heute der Deutschen Presse-Agentur. Darüber können Besucher in Sicherheitsfragen angesprochen und Verhaltensweisen empfohlen werden. Die Polizei werde zudem mit Streifen und Posten Präsenz zeigen. "Dies schließt offene und verdeckte Maßnahmen sowohl zur Gefahrenabwehr aber auch zur Kriminalitätsbekämpfung mit ein", sagte Kießling. "Öffentliche Veranstaltungen sind vor dem Hintergrund einer abstrakt hohen islamistischen Bedrohungslage grundsätzlich gefährdet", sagte er. "Es liegen aber keine konkreten Erkenntnisse einer Gefährdung des Frankfurter Weihnachtsmarktes vor."

Das über viele Jahre gewachsene Sicherheitskonzept von Stadt und Polizei werde ohnehin immer wieder aktualisiert und gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden neu überdacht, sagte der Sprecher der Tourismus und Congress GmbH (TCF), Kurt Stroscher. Zum Nachjustieren gehöre auch, die Standbetreiber noch einmal genau zu sensibilisieren. "Die absolute Sicherheit gibt es aber nicht", sagte Stroscher. Dies könnten selbst Einlasskontrollen nicht gewährleisten. "Das hätte zudem nichts mit unserer Lebensart zu tun." Der Weihnachtsmarkt solle und müsse einen offenen Charakter haben.

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Quelle: op-online.de

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