Mehr Strom für Expansion

Frankfurt ‐ Interxion, ein in Europa führender Anbieter von Dienstleistungen rund um Rechenzentren, forciert sein rasantes Wachstum mit einer zusätzlichen Mittelspannungsschaltanlage an der Hanauer Landstraße. Von Marc Kuhn

Das Areal sei „ein zentraler Umschlagplatz für Daten aus aller Welt“, sagte Peter Knapp, Geschäftsführer der Interxion Deutschland GmbH, gestern bei der Inbetriebnahme der Anlage mit einer Stromkapazität von 14 Megawatt. Mit ihr wird der Strom von 10.000 auf 400 Volt umgewandelt. Seine Firma investierte nach Angaben von Knapp einen einstelligen Millionenbetrag. Der Vorstandschef der Mainova AG, Constantin Alsheimer, erklärte, sein Unternehmen tue alles, damit Interxion seine Wachstumskapazitäten ausnutzen könne. Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt, betonte, die zahlreichen Finanzinstitute wären nicht in der Mainmetropole, wenn es hier nicht eine ausgereifte digitale Infrastruktur gebe.

Interxion unterhalte 27 Datenzentren in elf europäischen Ländern, berichtete Knapp. Es betreut mehr als 1100 Kunden. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen den Umsatz um 24 Prozent auf fast 172 Millionen Euro. An der Hanauer Landstraße betreibt Interxion fünf Rechenzentren. Bald soll ein weiteres in Betrieb gehen. Darüber hinaus hat sich die Firma ein zusätzliches Grundstück für die weitere Expansion gesichert. In Untersuchungen werde der Branche in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Frankreich ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 23 Prozent bis zum Jahr 2013 vorausgesagt, erläuterte Knapp. „Es entwickeln sich unglaubliche Wachstumschancen für Frankfurt und Rhein-Main.“

Die neue Mittelspannungsanlage ist nach seinen Worten wichtig für den geplanten Bau der Rechenzentren und den Ausbau der bestehenden Kapazitäten. Rechner würden immer leistungsfähiger, aber auch immer stromintensiver.

Zudem hat Interxion sein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgebaut. In Zukunft werde das Gelände zusätzlich von einem hohen Zaun gesichert, berichtete Knapp.

Quelle: op-online.de

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