RMV will mit 41 neuen Zügen Komfort verbessern

+
Mit 41 neuen, moderneren Zügen will der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bis Ende 2010 attraktiver werden.

Frankfurt - Mit 41 neuen, moderneren Zügen will der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bis Ende 2010 attraktiver werden. Die Informationen für die Fahrgäste müssten zudem verbessert werden, sagte Geschäftsführer Knut Ringat heute in Frankfurt.

Die Nutzer des Schienenverkehrs hätten bei Umfragen 2009 die Informationen bei Verspätungen oder Zugausfällen besonders schlecht bewertet. „Damit sind wir nicht zufrieden.“ Es gebe viele Bahnhöfe, „auf denen es nicht einmal einen funktionierenden Lautsprecher gibt, um zu informieren“, sagte Ringat. Über 100 S-Bahnsteige sollten deshalb in diesem Jahr aufgerüstet werden. Die Information habe auch einen Bezug zum Sicherheitsgefühl: „Wenn ich nicht informiert bin, bin ich unsicher.

Herausfinden, was verändert werden muss

Die Bewertung der Sicherheit in den S-Bahnen sei etwas schlechter ausgefallen als 2008. Dies habe aber auch mit den Übergriffen in und an den S-Bahnen in München zu tun. Die Sicherheit bewerteten die Fahrgäste subjektiv am besten in den Linien, die schon durch Wettbewerb - über eine mittlerweile vorgeschriebene EU-weite Ausschreibung - vergeben wurden. Auf diesen Strecken verkehren in der Regel modernere Züge. Bei neuen Ausschreibungen werde immer vorgegeben, dass es ganztägig einen Zugbegleiter geben müsse. Bisher ist dies erst in den S-Bahnen nach 21 Uhr der Fall. Um das Angebot besser planen zu können, will der RMV 2010 umfangreiche Fahrgastbefragungen organisieren.

Der RMV wolle wissen, „was an den Strecken verändert werden muss, damit mehr pünktlicher Verkehr möglich ist“, sagte Ringat. Die Zahl der Fahrgäste beim RMV legte 2009 nach ersten Erhebungen im Vergleich zum Vorjahr um 5 Millionen auf 660 Millionen zu. Die Einnahmen wuchsen um rund drei Prozent auf 682 Millionen Euro. Davon stammen nach Angaben des Geschäftsführers rund 57 Prozent aus dem Fahrkartenverkauf, was im bundesweiten Vergleich eine „sehr gute Quote“ sei. Der Rest sind öffentliche Zuschüsse.

VIAS übernimmt Strecke Frankfurt-Koblenz

Bis Anfang April werden auf der S-Bahn-Linie 3 (Bad Soden- Darmstadt) neue klimatisierte und durchgängig begehbare Fahrzeuge eingesetzt, wie Ringat ankündigte. Zudem übernehme im Dezember die Verkehrsgesellschaft VIAS von der Deutschen Bahn den Betrieb auf der Strecke Frankfurt-Koblenz. Sie setzt klimatisierte Elektrotriebwagen ein. Und mit dem Fahrplanwechsel Ende des Jahres sollen auf der Strecke Wiesbaden-Koblenz alle Züge alle Haltestellen anfahren. Dies verlängert die Fahrzeit für Nutzer der bisher auch verkehrenden Regional-Express-Züge, die nicht alle Bahnhöfe anfahren, um zehn Minuten.

dpa

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare