Tipps vom Schweiß-Girl

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Die Sängerin Mel B. posiert am Montag (25.01.2010) in einem Fitness-Studio in Frankfurt.

Frankfurt - Das lila Sport-Shirt mit dem Namen des Fitnessstudios, für das sie wirbt, sitzt eng auf ihrem wohlgeformten Busen. Die schwarzen Leggings betonen den perfekt trainierten, aber dennoch weiblich-runden Po. Im Schneidersitz lümmelt sich Mel B. auf der schwarzen Couch eines edlen Fitnessstudios hoch oben im Frankfurter Einkaufszentrum „My Zeil“. Von Kathrin Rosendorff

Die 34-Jährige schwärmt, wie gut sie sich fühlt, seitdem sie den Sport für sich entdeckt hat, und betont, dass doch „die ganze Welt“ fit werden sollte.

Vor Jahren war sie etwas üppiger und ein „Spice Girl“, genau genommen „Scary Spice“ („Die Unheimliche“). Jetzt will die aus Leeds stammende Sängerin aber niemanden mehr erschrecken, und so gehört nicht nur ihre wilde Lockenpracht der Vergangenheit an. Nach Frankfurt ist sie gekommen, um für die Aktionswochen von „Fitness First“ zu werben.

Kurz fragt man sich, warum die Sängerin vom warmen Kalifornien ins eiskalte Hessen jettet, um in einem Einkaufscenter aufzutreten. Schließlich könnte sie an ihrem Pool in Los Angeles Cocktails schlürfen, hat sie doch mit den „Spice Girls“ über 40 Millionen Platten verkauft. „Nun, ich liebe es einfach, Geld zu verdienen“, sagt die Britin entwaffnend ehrlich und bricht in ihr markantes Gelächter aus. Mel B. geht es gut. Auch wenn es nicht die Musik ist, die ihr das Konto füllt. Ihre dritte Solo-CD sollte schon 2009 erscheinen. „Aber ich hatte Probleme mit meinem Produzenten“, sagt sie.

Erst laufen, dann 300 Sit-ups

Als Model für einen Dessous-Hersteller soll sie laut „Bild“-Zeitung 624.000 Euro verdient haben. Hinzu kommen kleinere Filmrollen und Moderationen von Fernseh-Shows wie „Dance off your ass“ („Tanz dir den Arsch weg“), „DSDS“ für Übergewichtige. Außerdem macht Mel B. derzeit eine Ausbildung zur Fitnesstrainerin. „Mein erster Job ist aber Mutter-Sein“, betont sie. Zwei Mädchen hat sie: zehn und zwei Jahre alt, die jüngere ist die Tochter aus einer Liaison mit dem Komiker Eddie Murphy. Gibt es Hoffnung auf ein „Spice Girls“-Comeback? Sie verzieht ein wenig das Gesicht, erzählt aber dann, dass sie und „die Mädchen“ dabei seien, ein „Spice-Girls“-Musical mit den Machern von „Mamma Mia!“ zu planen. Ob sie sich dann selbst spielt? Knackig genug ist sie ja. „Weiß ich noch nicht“, hält sie sich bedeckt.

Hat sie einen Tipp, wie man sich die Fastnachts-Kreppel wieder abtrainieren kann? „Erst ein bisschen laufen, dann 300 Sit-ups.“ Das erklärt auch ihren Sixpack. Oder nicht? „Nun ja, ich ernähre mich auch sehr gesund, und ich habe sehr viel Sex“, sagt sie – und lässt wieder ihr rauchig-tiefes Lachen ertönen.

Quelle: op-online.de

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