Familiendrama im Riederwald

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Nach einem Doppelmord in einer marokkanischen Familie in Riederwald steht ein Bus der Feuerwehr zur ärztlichen Versorgung von geschockten Familienangehörigen bereit.

Frankfurt - Ein 67 Jahre alter Mann soll heute in Frankfurt zwei Familienangehörige erschossen haben. Bei den Toten soll es sich um die Ehefrau und Sohn oder Schwiegersohn des Verdächtigen gehandelt haben. Das vermutet die Polizei in einer Pressemitteilung.

Ganz sicher sind sich die Ermittler aber noch nicht: Die beiden Toten konnten bis zum Abend noch nicht einwandfrei identifiziert werden. Der 67-Jährige, vermutlich ein Marokkaner, hatte sich bereits kurz nach der Tat am Mittag widerstandslos gestellt - die Beamten nahmen ihn fest.

Die etwa 60 bis 70 Jahre alte Tote und die Leiche des etwa 25- bis 30-jährigen Mannes wurden in zwei benachbarten Häusern im Stadtteil Riederwald gefunden. Der mutmaßliche Täter, der in einer der beiden Wohnungen in der alten Arbeitersiedlung lebte, habe selbst bei der Polizei angerufen, teilte ein Sprecher mit. Zeitgleich rief auch ein Hausbewohner beim Notruf an. Die Beamten hätten den 67-Jährigen am Telefon aufgefordert, sich beim Eintreffen der Polizei zu stellen. Widerstandslos sei der bewaffnete 67-Jährige gegen 12.40 Uhr mit erhobenen Händen aus einem der beiden Häuser gekommen. Auch mehrere Anwohner, die Hilferufe und Schüsse gehört hatten, verständigten die Polizei.

„Müssen Ergebnisse der Spurensicherung abwarten.“

Was hinter blutigen Tat stecken könnte, war zunächst völlig unklar. Ob den tödlichen Schüssen ein Streit voraus ging, stand auch nicht fest. „Wir müssen die Ergebnisse der Spurensicherung abwarten“, sagte der Polizeisprecher. Mitarbeiter des Landeskriminalamts untersuchten den Tatort mit einer speziellen 3-D-Kamera. Der 67-Jährige sollte am Mittwoch in Begleitung eines Dolmetschers dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Leichen sollen morgen obduziert werden.

dpa

Quelle: op-online.de

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