Merkel warnt vor Experimenten

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Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (von links), CDU-Generalsekretär Roland Profalla, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) liefen am Dienstag durch den Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf ihrer Wahlkampf-Sonderzug-Tour angesichts knapper Umfragewerte energisch vor „Experimenten“ nach der Wahl gewarnt.

Auf einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main wies Merkel auf die „Gefahr“ von unsicheren Mehrheiten und die Möglichkeit einer rot-rot-grünen Koalition im Laufe der nächsten Legislaturperiode hin. Deutschland müsse jetzt aus der Krise geführt werden. „Wir brauchen dafür stabile Verhältnisse. Wir können uns keine Experimente erlauben“, sagte die Kanzlerin und spielte damit auf einen Wahlkampf-Slogan der CDU aus der Zeit Konrad Adenauer an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt am Dienstag in Frankfurt am Main neben CDU-Generalsekretär Roland Profalla im Panoramawagen des Rheingoldexpress.

Merkel bezog sich dabei auf die Situation in Thüringen und im Saarland: Dort loten die Parteien nach den Landtagswahlen Ende August derzeit Koalitionsmöglichkeiten aus. SPD, Grüne und Linkspartei sondieren die Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis, allerdings wird in Thüringen auch über eine große Koalition und im Saarland über einen Zusammenschluss von CDU, FDP und Grünen gesprochen. Im Bund dürfe es wegen der aktuellen Wirtschaftskrise aber nicht derart langwierige Koalitionsverhandlungen geben, sagte Merkel. Für Regulierung der Finanzmärkte

Für Regulierung der Finanzmärkte

Energisch sprach sich Angela Merkel für eine Regulierung der Finanzmärkte aus, die Ende kommender Woche auf dem G20-Weltfinanzgipfel im amerikanischen Pittsburg auf der Tagesordnung steht. Sie erinnerte an die Pleite der US-Bank Lehman Brothers ebenfalls exakt vor einem Jahr, mit der die tiefe Weltfinanzkrise ihren Anfang genommen hatte. Es müsse sichergestellt werden, „dass die Banken auf unsere Knochen nie wieder solche Sachen anstellen können“. 

dpa

Quelle: op-online.de

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