Messe setzt auf die Tierfreunde

Frankfurt (mic) - Die Frankfurter Messegesellschaft - Veranstalter von rund 100 Messen weltweit - betritt Neuland: Heute startete in Halle 1, sie liegt unmittelbar hinter der Festhalle, die Publikumsmesse „maintier“.

Die Tierfreunde erwartet eine 9000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche. 85 Firmen zeigen die verschiedensten Heimtiere und informieren über Haltung und Zubehör. Hunde, Katzen, Nager, Kleinsäuger, Ziervögel, Reptilien und sogar Insekten - sie alle sind bis zum Sonntag zu Gast auf dem Messegelände. Elf Ausstellungen mit lebenden Tieren sind zu sehen. Tierärzte, Tierbestatter, Hundeschulen, Tierpensionen und Fachverlage für Tierliteratur informieren ebenfalls über ihre Angebote. Auch Vereine aus allen Heimtierbereichen, aber auch aus dem Tierschutz haben ihre Stände aufgebaut.

Alle halbe Stunde sind Vorträge zu Themen wie Haltung, Ausbildung, Tiermedizin geplant. Es gibt Praxis-Tipps für Katzenhalter, Rat gegen „Leinenaggression“ beim Hund oder Hinweise für die Einrichtung eines Aquariums. Auch ein Hundeaktionsring ist aufgebaut.

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„Maintier“ - die Messe für Haustiere

Die Ausstellung des Vogelliebhabervereins Frankfurt wird nicht nur die Vogelfans interessieren. Der Verein profiliert sich auf der „maintier“ mit sieben Volieren und unterschiedlichen Vogelgruppen. Auch in diesem Themenbereich gibt es Vorträge.

Die Ausstellung ist von heute bis Sonntag täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 10, ermäßigt 7 Euro. Kinder unter sechs Jahren zahlen nichts. Besucher, die auf dem Messegelände parken möchten, nutzen Tor Nord an der Theodor-Heuss-Allee und folgen dann der Beschilderung.

Auch das „Reptilium“, Deutschlands größter Wüsten- und Terrarienzoo, stellt Tiere aus. Die Besucher können Echsen, Schlangen, Vogelspinnen und Skorpione anschauen und sogar anfassen. In Großterrarien sind ein Albino-Tigerphyton, eine Großechse und Schildkröten zu bestaunen. Außerdem stehen hier 20 Terrarien mit Insekten.
Es gehe weniger darum, Umsatz zu generieren, sondern sich dem normalen Konsumenten mehr zu öffnen, sagte gestern Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Messe-Geschäftsführung. Mit der „maintier“, die für das Rhein-Main-Gebiet eine Neuheit darstelle, überbrücke man zudem die relativ veranstaltungsarme Sommerzeit.

Nicht zuletzt ist die Tierliebe aber auch ein lukratives Geschäft. In Deutschland leben laut Schätzungen der Tierverbände 22,6 Mio. Heimtiere, davon sind 13,6 Mio. Hunde und Katzen sowie 5,6 Mio. Kleintiere. Der Jahresumsatz liegt bei 3,7 Milliarden Euro. Im Rhein-Main-Gebiet leben in jedem drittem Haushalt Tiere.

Die Idee, die große FachSpezialmesse für Firmen als Hauptgeschäftsfeld der Messe Frankfurt zu verlassen, hatte eine Gruppe Auszubildender, wie Klaus Reinke, zuständig für neue Geschäftsfelder, berichtete. Wird die Neuheit, die gegen interne Widerstände durchgesetzt wurde, ein Erfolg, gibt es nächstes Jahr wieder eine „maintier“.

Quelle: op-online.de

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