Festnahme nach Messerattacke auf Familienvater

Frankfurt - Der Polizei ist im Fall des niedergestochenen Familienvaters am Mainufer ein Erfolg gelungen.

Vier Tage nach dem Messerangriff auf einen Familienvater am Frankfurter Mainufer ist der mutmaßliche Täter in Hamburg gefasst worden. Der 39 Jahre alte wohnsitzlose Deutsche ist bereits wegen Körperverletzung und Beleidigung vorbestraft, wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Freitag mitteilte. Er sollte im Laufe des Tages dem Haftrichter in Hamburg vorgeführt werden.

Das ist passiert:

Familienvater niedergestochen: Keine Spur vom Täter

Messerstiche nach Kinderfrage

Der Mann hatte am Sonntagnachmittag einen Frankfurter Oberarzt vor den Augen seiner Familie mit mehreren Stichen in den Rücken schwer verletzt. Der 46 Jahre alte Familienvater war mit seiner Frau und seinen drei Kindern (3, 6, 14 Jahre alt) mit Fahrrädern am Main unterwegs. Als sich die sechsjährige Tochter über Sportübungen des 39-Jährigen an einer Parkbank wunderte, reagierte dieser aggressiv und ging nach einem kurzen Wortwechsel mit dem Messer auf den Vater los.

Hinweis aus der Arbeitsagentur

Zeugen hatten den bekannten Gewalttäter auf Bildern erkannt, berichtete Oberstaatsanwalt Thomas Bechtel und bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung in Teilen. Bereits seit Tagen seien die Ermittler dem 39-Jährigen auf der Spur gewesen, der zuletzt im Frankfurter Ostpark in einer Obdachlosenunterkunft gewohnt hatte. Die Fahnder wussten auch, dass er sich in Hamburg aufhielt. Bei einer Arbeitsagentur war der mit Haftbefehl Gesuchte am Donnerstagmorgen erkannt worden, wie die Bundespolizei in der Hansestadt berichtete.

In der Agentur hatte er angekündigt, noch am selben Tag mit dem Zug nach Frankfurt zurück zu fahren. Im Hauptbahnhof wurde er kurz darauf geschnappt und ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Nach dem Hinweis aus der Arbeitsagentur hatte die Polizei die Bahnhofsmission verständigt, weil dies ein Ort sei, den Menschen ohne festen Wohnsitz gerne aufsuchten, berichtete Bundespolizeisprecher Reiner Urban. Der Gesuchte habe da bereits vor der Tür gestanden und sei von vier Bundespolizisten „ohne große Gegenwehr“ festgenommen worden.

dpa

Quelle: op-online.de

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