Metaller in der Region optimistisch

Offenbach - Trotz der Schuldenkrise in Europa zeigen sich die Metall- und Elektrofirmen in der Region noch zuversichtlich. „Es sieht positiv aus“, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Offenbach-Hanau des Verbands der Metall- und Elektrounternehmen, Wolfgang Huberti, gestern. Von Marc Kuhn

Er sprach unter Hinweis auf die Herbstumfrage des Arbeitgeberverbands allerdings von ersten Anzeichen dafür, „dass es nicht auf diesem Niveau bleibt“.

Vor diesem Hintergrund verwies Hans- Joachim Jungbluth, Geschäftsführer der Organisation, auf die Auftragsbestände. 33 Prozent der Betriebe würden im nächsten halben Jahr mit weniger Aufträgen rechnen. Huberti betonte, 67 Prozent der Befragten würden von zunehmenden oder gleichbleibenden Beständen ausgehen. Der Verband rechnet nach den Worten von Jungbluth damit, dass der Standort Offenbach des insolventen Druckmaschinenherstellers „manroland“ erhalten bleibt.

Wie Huberti weiter erläuterte, beschreiben drei viertel der Firmen in der Region die momentane Geschäftslage als befriedigend bis sehr gut. 34 Prozent würden in den nächsten Monaten aber mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage rechnen. Bei den Umsätzen gehen 42 Prozent von einem gleichbleibendem Niveau aus, 29 Prozent erwarten steigende Erlöse, ebenfalls 29 Prozent fallende. 20 Prozent der Befragten erwarten in den nächsten sechs Monaten eher steigende Erträge, 53 Prozent gleichbleibende. Von einem Arbeitsplatzabbau im nächsten Halbjahr würden 31 Prozent der Befragten ausgehen, berichtete Huberti. Ebenfalls 31 Prozent gingen von mehr Jobs aus, 38 Prozent von einer gleichbleibenden Zahl der Arbeitsplätze.

Nach den Worten von Huberti belasten steigende Kosten für Rohstoffe und Energie die Branche. Huberti sagte weiter, die Firmen seien vorsichtig geworden. Vielen würden die Schrecken des Krisenjahrs 2008 noch im Nacken sitzen.

Quelle: op-online.de

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