Konkurrenz belastet Firmen aus Region

Metaller unter Druck geraten

Offenbach - Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Offenbach und Hanau bekommen verstärkt den internationalen Druck zu spüren. Von Marc Kuhn

„Die Geschäftslage hat sich deutlich eingetrübt“, sagte Joachim Jungbluth, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen des Arbeitgeberverbands Hessenmetall. Die Absätze gehen drastisch zurück, fügte der neue Vorstandsvorsitzende der Bezirksgruppe, Erwin Feldhaus, bei der Vorstellung einer Herbstumfrage unter Firmen aus Offenbach, dem Main-Kinzig-Kreis und Fulda hinzu. Und: Die Preise werden international gedrückt, wie Feldhaus erläuterte. Verantwortlich für die Entwicklung machte Jungbluth die internationale Konkurrenz und die Russlandkrise. Probleme gebe es zudem auch in China. Feldhaus verwies auf das geringere Wachstum in der Türkei. „Das ist gigantisch, was da wegfällt.“

Die gegenwärtige Geschäftslage würden 50 Prozent der Unternehmen als gut oder sehr gut bezeichnen, berichtete Jungbluth. Die Auftragsbücher seien gefüllt. Allerdings würde keine Firma mit Blick auf das Frühjahr von einer erheblich verbesserten Geschäftslage ausgehen, sagte der Geschäftsführer. „Kein Unternehmen rechnet mit wachsenden Aufträgen.“ 62 Prozent würden vielmehr von sinkenden Aufträgen ausgehen. Ebenso würde kein Betrieb steigende Umsätze oder steigende Erträge erwarten. Nach den Worten von Jungbluth gibt es bisher aber keine Hinweise aus den Unternehmen, dass Jobs abgebaut werden. „Da wirkt sich der kommende Fachkräftemangel aus.“ Allerdings rechnet er mit Kurzarbeit in der Region. Erste Firmen hätten sie schon angemeldet. Feldhaus forderte, die hiesigen Unternehmen müssten konkurrenzfähiger werden. Jungbluth: „Die Kosten dürfen nicht über Gebühr steigen.“

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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