Minister appelliert an Kliniken

Offenbach (ad.) ‐ Seit Jahren schon liegt Hessen im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz - in zwar in Sachen Organspende. Ganze 64 Organspenden gab es im vergangenen Jahr, immerhin eine kleine Steigerung zum Jahr 2008, als es nur 53 waren.

Daher nutzte Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) seinen Besuch beim Krankenhaus-Kongress in Offenbach, um den Verantwortlichen in den Kliniken ins Gewissen zu reden. Banzer appellierte nach Angaben seines Ministeriums an die Kliniken: „Im Bereich der Organtransplantationen müssen sich die Krankenhäuser mehr engagieren. Die Zahlen für Hessen sind im bundesweiten Vergleich nicht zufriedenstellend. Wir lagen im Ländervergleich 2008 auf dem letzen Platz. Hier erwarte ich eine größtmögliche Verbesserung in den nächsten Jahren.“ Laut „Frankfurter Rundschau“ droht der Ressortchef den Kliniken sogar damit, den Geldhahn zuzudrehen, wenn sie die Meldeauflagen nicht peinlichst genau erfüllen. Die Kliniken sind gesetzlich verpflichtet, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) potenzielle Spender zu melden. In der Realität führt Arbeitsüberlastung oder Unwissenheit dazu, dass die Krankenhäuser wichtige Informationen nicht weiterreichen.

Täglich sterben drei Menschen auf der Warteliste

In Deutschland sterben täglich drei Menschen, die auf der Warteliste für Organtransplantationen stehen. Die Zahl der Organspender stieg im vergangenen Jahr bundesweit gerade einmal um 19 auf nunmehr 1 217, wie die DSO, die ihren Sitz in Neu-Isenburg hat, jüngst mitteilte. Sie sprach von einem alarmierenden Organmangel in Deutschland.

Quelle: op-online.de

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