Aufatmen in Offenbach und Hanau

Ministerin lenkt ein und „rettet“ 15 Schulämter

Ministerin Dorothea Henzler beendet Spekulationen.

Wiesbaden/Offenbach (wet/psh) ‐ Die 15 Standorte der Staatlichen Schulämter bleiben erhalten, so Hessens Kultusministerin Dorothea Henzler gestern Nachmittag in Wiesbaden. Damit ist auch das bereits diskutierte „Aus" für die Ämter in Offenbach und Hanau vom Tisch. Allerdings würden die internen Strukturen der Bildungsverwaltung verändert.

Seit Wochen steht die FDP-Politikerin in dieser Frage unter Druck sowohl der Oppositionsfraktionen als auch des eigenen Koalitionspartners CDU. Während sie zuletzt angekündigt hatte, über die Zukunft der Schulverwaltung Ende des Jahres zu entscheiden, hatten der schulpolitische Sprecher der Union, Hans-Jürgen Irmer, und CDU-Fraktionschef Christean Wagner bereits erklärt, die Standorte blieben erhalten. Henzler habe die Spekulationen nun beenden wollen, so ihr Sprecher Horst-Günter Herold. Die Ministerin sagte, sie werde die Organisation der Ämter verändern. Die Nähe zu den Schulen, Schülern sowie den Eltern solle aber gewahrt werden. Näheres will die Ministerin den Fraktionen im August  zur Debatte vorlegen.

Hintergrund der Debatte, die in der Schulverwaltung für große Verunsicherung gesorgt hat, ist die Vorgabe, den Landesetat zu konsolidieren. Obwohl Bildung zu den geschützten Bereichen zählt, muss auch Henzler einen Beitrag leisten. Sie hatte im Frühjahr erklärt, nicht am Unterricht, sondern an der Verwaltung sparen zu wollen. Ähnliche Forderungen hatte auch der Landesrechnungshof seit längerem erhoben.

Laut Henzler muss die Bildungsverwaltung insbesondere den Anforderungen der zukünftig selbstständiger arbeitenden Schulen gerecht werden. Sie müsse aber auch rückläufige Schülerzahlen berücksichtigen. Die Ministerin will deshalb zentrale Aufgaben bündeln, die einzelnen Standorten sollen dann nur noch ihre regionalen Zuständigkeiten behalten.

Größere Veränderungen plant sie bei der Personal- und Qualitätsentwicklung. So sollen das Amt für Lehrerbildung, das Institut für Qualitätsentwicklung und die Führungsakademie unter einem Dach zusammengefasst werden.

Quelle: op-online.de

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