In 25 Minuten quer durch die Mainmetropole

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Es wird kompliziert - auch für die Straßenbahnfahrer. Etwa 700 müssen für die Linie 18 geschult werden.

Frankfurt (mic) - Kindertheater, Stockbrot, der Auftritt der „Hessen-rockt!“-Gewinner „Boptown Cats“: Am 11. Dezember feiert Frankfurt die Eröffnung der neuen Straßenbahnlinie 18. Insgesamt 50 Millionen Euro kostet die Verlängerung der Schienentrasse.

Die neue Linie zweigt an der Kreuzung Rohrbachstraße/Friedberger Landstraße/Glauburgstraße von der Linie 12 ab und führt die Friedberger Landstraße entlang über den Nibelungenplatz, die Friedberger Warte bis kurz vor die Anschlusstelle zur A661. Dann geht es weiter entlang der Auffahrtsschleife auf die A661 über die Walter-Kolb-Siedlung, die Alkmenestraße zum Gravensteiner Platz im im Neubaugebiet Frankfurter Bogen.

3500 Meter lang ist die neue Strecke und bietet den Fahrgästen neun Haltestellen. Keine größeren Sorgen brauchen sich die Autofahrer zu machen: Auf dem gesamten, jetzt bebauten Abschnitt zwischen dem Autobahn-Anschluss und der Kreuzung Friedberger Landstraße/Glauburgstraße werden nach Beendigung der Bauarbeiten vier Spuren für sie zur Verfügung stehen. In diesen Tagen absolvieren 700 Straßenbanfahrer auf der neuen Trasse eine Spezialschulung, dazu kommen 300 bis 400 Busfahrer, die sich ebenfalls mit der neuen Trasse auf der stark befahrenen Friedberger Landstraße vertraut machen müssen. Immerhin müssen sie sich die doppelte Mittelspur immer wieder mit den fast 30 Meter langen und 40 Tonnen schweren Straßenbahn-Zügen teilen.

Ungewohnt wird es ab dem 11. Dezember auch für die Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger. Speziell im Bereich der Kreuzungen ist dann trotz Ampelregelung Umsicht gefragt. Der Lohn für die seit März 2009 bestehende Großbaustelle, die zu gravierenden Verkehrsbehinderungen geführt hat, ist beträchtlich: Von Sachsenhausen, Lokalbahnhof gelangt man künftig in 25 Minuten über die Konstabler Wache bis ganz in den Norden der Mainmetropole - und das im zehn Minuten Takt. Das dürfte sogar hart gesottene Autopendler ins Grübeln und hoffentlich Entlastung für den übrigen Verkehr bringen.

Quelle: op-online.de

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