Mit Abschreibung durch Denkmalschutz Steuern sparen

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Wer es richtig anfängt, kann mit seiner historischen Immobilie beim Denkmalschutz Steuern sparen.

Ein wunderbares altes Haus steht zum Verkauf. Sie wollen zuschlagen, doch die Kosten für die Sanierung schrecken Sie ab. Aber es gibt die Möglichkeit, über den Denkmalschutz Steuern zu sparen – und das kann Ihre Finanzierung entlasten. Lesen Sie, was Sie beachten sollten.

Aufwand für Sanierung verringert Steuer

Die verbreitetste Möglichkeit, mithilfe des Denkmalschutzes Steuern zu sparen, ist die Abschreibung, also die AfA (Absetzung für Abnutzungen) für Anlagevermögen. Doch nicht nur Investoren profitieren davon. Auch Eigentümer, die ihre Immobilie selbst bewohnen, erhalten so Geld vom Staat.

  • Für Hausherren, die ihre eigenen vier Wände sanieren, also sogenannte Selbstnutzer, gelten folgende Regeln: Die Sanierungskosten werden über zehn Jahre mit jeweils neun Prozent vom Einkommen abgesetzt. Das bedeutet: Haben Sie 100.000 Euro für die Umbauten gezahlt, verringert sich Ihr zu versteuerndes Einkommen jedes Jahr um 9.000 Euro.
  • Kapitalanleger haben die Möglichkeit, die Kosten für die Modernisierung acht Jahre lang mit jeweils neun und weitere vier Jahre mit jeweils sieben Prozent abzusetzen. Außerdem besteht die Möglichkeit, auch die Anschaffungskosten der Immobilie steuerlich geltend zu machen.

Erkundigen Sie sich, ob es in Ihrer Gemeinde Zuschüsse für Denkmalschutz-Sanierungen gibt. Viele Kommunen wollen so die fachgerechte Renovierung fördern. Achtung: Diese Zuschüsse werden bei der Steuerberechnung von den Modernisierungskosten abgezogen. So sollen doppelte Förderungen verhindert werden. Kalkulieren Sie also genau, welche Variante sich für Sie rechnet.

Fallstricke beachten, um mit Denkmalschutz Steuern zu sparen

Die Sanierung denkmalgeschützer Gebäude gilt als sichere Möglichkeit, um Steuern zu sparen. Beachten Sie ein paar Besonderheiten, um in den Genuss der Förderungen zu kommen:

  • Die einzelnen Denkmalschutz-Behörden entscheiden, was gefördert wird und was nicht. So bieten zum Beispiel Außenanlagen keine Möglichkeit, mit dem Denkmalschutz Steuern zu sparen. Auf der sichereren Seite sind Sie mit dem Einbau einer neuen Heizung, einer Toilette oder eines Badezimmers. Welches Amt für Sie zuständig ist, erfahren Sie auf den Internetseiten der Vereinigung der deutschen Landesdenkmalpfleger.
  • Warten Sie mit dem Beginn der Sanierung, bis der Bescheid der Behörde vorliegt. Erst dann dürfen Sie anfangen und erhalten die Steuervergünstigungen. Wichtig: In denkmalgeschützen Immobilien müssen auch Maßnahmen genehmigt werden, für die Sie sonst keine Erlaubnis benötigen – wie zum Beispiel ein neuer Anstrich.
  • Rechnen Sie mit spitzem Bleistift, bevor Sie sich eine Immobilie zulegen, um mit dem Denkmalschutz Steuern zu sparen. Die Sanierung solcher Objekte ist oft teurer als ein Neubau. Genaueres dazu finden Sie unter anderem im Lexikon von bauen.de.
  • Bringen Sie vor dem Baubeginn in Erfahrung, welche Teile des Gebäudes unter Denkmalschutz stehen. Wenn zum Beispiel nur die Fassade betroffen ist, können Sie auch die Sanierungskosten nur dafür von der Steuer absetzen.

Quelle: op-online.de

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