Urteil vor dem Landgericht

Mithäftling umgebracht: Mann muss in Psychiatrie

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Kassel - Das Landgericht Kassel hat einen Mann in eine psychiatrischen Klinik eingewiesen, weil er einen Mithäftling im Gefängnis umgebracht hat. Sowohl die Verteidigung des Angeklagten als auch die Nebenkläger erhoben schwere Vorwürfe gegen das Gefängnis.

Weil er in einem Gefängnis in Kassel einen Mithäftling getötet hat, wird ein 38-Jähriger dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Das Landgericht Kassel sah es heute als erwiesen an, dass der Mann den anderen Gefangenen (54) in der Nacht zum 16. September 2012 erwürgt hatte. Er sei aber schuldunfähig. Der 38-Jährige habe wegen wahnhafter Halluzinationen Stimmen gehört, die ihm die Tat befohlen hätten, begründete der Vorsitzende Richter das Urteil.

Im Prozess hatten Verteidigung und Nebenklage dem Gefängnis schwere Fehler im Vorfeld der Tat vorgeworfen. Bei der Urteilsfindung sei das jedoch irrelevant gewesen, sagte der Richter. Nach dem Urteil verlor ein Sohn des Getöteten im Gerichtssaal die Nerven und wollte auf den 38-Jährigen losgehen. Ein Justizangestellter und ein Anwalt konnten das aber verhindern.

(dpa)

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Quelle: op-online.de

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