Polizei muss eingreifen

Streit in Flüchtlingsunterkunft eskaliert

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Mörfelden-Walldorf - Ein Missverständnis hat gestern Abend in einer Flüchtlingsunterkunft für eine handfeste Schlägerei gesorgt. Ein junger Mann hatte glaubt, dass ein Bekannter seine Freundin sexuell belästigt habe. Der Verdacht erhärtete sich nicht. Trotzdem wurde einer der Beteiligten festgenommen. Auch in anderen Einrichtungen kam Auseinandersetzungen.

Am späten Dienstagabend wurde die Polizei zu einer Schlägerei in der Flüchtlingsunterkunft in Mörfelden-Walldorf gerufen. Vier Männer schlugen aufeinander ein. Der Grund: eine Frau. Die 15-jährige Freundin einer der Männer soll von einem anderen sexuell belästigt worden sein. Da jede Menge Alkohol im Spiel war, konnte die Polizei die Beteiligten erst heute vernehmen. Demnach stellt sich der Sachverhalt zum Teil anders als zunächst gemeldet dar. Die vier festgenommenen Männer im Alter von 25 bis 34 Jahren sowie das 15-jährige Mädchen haben laut Zeugenaussagen im Laufe des Dienstags gemeinsam reichlich Alkohol getrunken. Als der 25 Jahre alte Freund der Jugendlichen kurz sein Zimmer verließ und gegen 21.40 Uhr zurückkehrte, traf er auf seine Freundin, die sich alleine mit seinem 34-jährigen Bekannten dort aufhielt. Aufgrund der Aussage der 15-Jährigen, dass dieser „sich nicht korrekt verhalten habe“, ging der 25-Jährige davon aus, dass der 34-Jährige sich ihr unsittlich genähert haben könnte und ging umgehend auf ihn los. In die handfeste Auseinandersetzung mischten sich dann auch die beiden anderen 25 und 26 Jahre alten Männer ein und versuchten zu schlichten. Ein Zeuge wurde auf den Streit aufmerksam und verständigte die Polizei. Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch konnten im Rahmen der Ermittlungen nicht erhärtet werden.

Auch in einer Flüchtlingsunterkunft in Babenhausen ist es zu Streitereien gekommen. Im mittelhessischen Herborn hat die Polizei einen Streit unter Dutzenden Bewohnern geschlichtet. Zunächst seien am Mittwoch zwei Männer aneinandergeraten, berichtete die Polizei in Dillenburg. Auslöser war demnach, dass Angehörige der einen Gruppe Fotos von Frauen der anderen Gruppe mit anderer Nationalität gemacht haben sollen. Zwischen zwei Männern kam es zu Handgreiflichkeiten, beide erlitten Schürfwunden. Andere Bewohner solidarisierten sich, so dass am Ende etwa 80 Personen beteiligt waren. Es blieb einem Sprecher zufolge aber meist bei verbalen Angriffen oder Rangeleien.

Die 15-Jährige, die seit Ende Oktober von Zuhause abgängig war und als vermisst gemeldet war, wurde in die Obhut ihrer Mutter übergeben. Der zunächst tatverdächtige 34-Jährige wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Darmstadt entlassen. Allerdings ist einer der beteiligten Männer wegen Diebstahl von der Staatsanwaltschaft in Baden-Baden zur Festnahme ausgeschrieben und ist deswegen von der Polizei festgenommen worden. (ots)

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Quelle: op-online.de

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