Ikone Marilyn Monroe: Ausstellung mit Exponaten aus Nachlass

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Zum 85. Geburtstag von Marilyn Monroe im Juni kommenden Jahres widmet das Frankfurter Ikonen-Museum der Schauspielerin eine Ausstellung mit über 300 Exponaten.

Frankfurt - Sie gilt als Filmikone und Sexgöttin des 20. Jahrhunderts, jetzt ist in Frankfurt eine Ausstellung mit Bildern von ihr zu sehen:

Zum 85. Geburtstag von Marilyn Monroe im Juni kommenden Jahres widmet das Frankfurter Ikonen-Museum der Schauspielerin eine Ausstellung mit über 300 Exponaten, darunter bisher nie gezeigte Objekten aus ihrem privaten Nachlass. Dazu gehört Monroes letztes Telefonbuch, das sie bis vor ihrem Selbstmord im August 1962 benutzte, oder ihr Terminplaner. Neben Pin-up-Fotos werden außerdem zahlreiche Accessoires wie ihr Lockenwickler sowie diverse Kleidungsstücke wie ein elfenbeinfarbener Satin-Morgenmantel und handgefertigte Schuhe von Salvatore Ferragamo gezeigt.

Die Ausstellung ist vom 15. Dezember bis 28. Februar geöffnet. Die meisten Exponate sind Leihgaben des Mannheimer Sammlers Ted Stampfer. Der Mitkurator der Ausstellung hat seit 1999, als der private Nachlass von „MM“ zum Verkauf freigegeben wurde, viele Gegenstände ersteigert. Der 39-Jährige will die „private“ Monroe als sensible intelligente Frau zeigen, die auch beruflich von ihrem Image in Hollywood als Sexbombe und Komödiantin habe wegkommen wollen. Die Öffentlichkeit habe sie lediglich an der Oberfläche wahrgenommen, „woran sie letztlich auch gescheitert ist“, glaubt Stampfer.

Ikone zu „Mediengottheiten“

„MM“, am 1. Juni 1926 in Los Angeles als ungewolltes Kind geboren, starb im Alter von 36 Jahren an einer Überdosis Schlaftabletten. Um ihren Tod ranken sich bis heute viele Verschwörungstheorien. Das sich sonst der religiösen Kunst widmende Museum will mit der Schau zeigen, dass der aus der orthodoxen Kirche stammende Begriff der Ikone in der westlichen Kultur mit „Kultbildern“ oder „Mediengottheiten“ wie Marilyn Monroe neu besetzt wurde. Bestes Beispiel dafür seien Andy Warhols serielle Siebdrucke von Marilyn Monroe. „Sie funktionieren wie die Ikonen für den Gläubigen“, meint Kuratorin Snejanka Bauer.

dpa

Quelle: op-online.de

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