Monster hilft bei Suche nach dem Job

Eschborn - „Monster ist anders als die anderen Kinder in der Sandkiste“, beschreibt anschaulich Alexandra Güntzer das Karriere-Portal mit Sitz in Eschborn. Von Marc Kuhn

Wir sind jung und haben uns dynamisch entwickelt“, sagt die Sprecherin der Online-Stellenbörse www.monster.de unserer Zeitung. Sehr bunt sind die Büros. Grün und Lila, die Firmenfarben, herrschen vor. Stühle strahlen in orange, die Komplementärfarbe, erklärt Güntzer. Und: „Wir sind ein echt junges Team. Das Durchschnittsalter liegt bei 30.“ Da die Monster Worldwide Deutschland GmbH eine börsennotierte Muttergesellschaft in New York hat, sind die Hierarchien in der Firma flach. Alle Mitarbeiter duzen sich.

Portal 1994 in den Vereingten Staaten gegründet

Monster war der Pionier unter den Online-Stellenbörsen“, erklärt Güntzer. 1994 wurde das Unternehmen in den USA gegründet. 2000 ist die Plattform in Deutschland gestartet. Im Jahr 2004 wurde die jobpilot GmbH übernommen. Güntzer spricht von einem „super erfolgreichen Geschäftsmodell“.

In Deutschland sei Monster der Marktführer und nach Erhebungen von Infratest das bekannteste Online-Karriereportal. 350 Mitarbeiter beschäftigt der Branchenprimus in Deutschland, weltweit sind es in etwa 40 Ländern 5.000 Menschen. Auf den Seiten der Stellenbörse können Jobsuchende ihre Profile hinterlegen. Und Firmen gehen mit Anzeigen auf die Suche nach Mitarbeitern.

Gestaltung der Anzeigen wurde vereinfacht

2009 sei für Monster das „Jahr der Innovationen“ gewesen, berichtet Güntzer. So ist die gesamte Plattform neu gestaltet worden. Verbesserte Anwendungen sollen die Suche erleichtern.

Die Gestaltung der Anzeigen wurde vereinfacht. Jobsuchende sollen sich mit der Funktion Karriere-Vergleich ein Bild davon machen können, welche Entwicklungsmöglichkeiten sie haben. Diejenigen, die auf Karriere-Porträts klicken, erhalten Informationen über hunderte von Berufsprofilen.

Derzeit trifft die Weltwirtschaftskrise auch Monster. Etwa 50.000 Stellen seien im August angeboten geworden, deutlich weniger als im vergangenen Jahr, berichtet die Sprecherin.

Seit Jahresbeginn Anzahl der Jobs um 48 Prozent gesunken

Im Sommer des vergangenen Jahres seien es noch 78.000 bis 80.000 Arbeitsplätze gewesen. Seit Januar 2009 sei die Zahl der angebotenen Jobs um rund 48 Prozent gesunken. Umgekehrt sei die Zahl der Stellensuchenden, die ihre Lebensläufe auf die Monster-Seite gestellt hätten, deutlich gestiegen.

Die Misere auf dem Arbeitsmarkt belegt auch der so genannte Monster Employment Index, der das Angebot zahlreicher Portale erfasst. Er sei ein Spiegel der Arbeitsmarktlage und der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, erläutert Güntzer. Der Index ist vom August des vergangenen Jahres bis August 2009 von 146 auf 105 Punkte gefallen - ein Minus von etwa 40 Prozent.

„Jobinitiative Deutschland“ an der Hanauer Landstraße

Da Monster sich im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit engagieren wolle, so Güntzer, beschritt das Online-Unternehmen branchenfremde Wege - im September fand in Frankfurt, Köln, München und Berlin die Veranstaltung „Jobinitiative Deutschland“ statt. Unternehmen und Jobsuchende seien in der Unionhalle an der Hanauer Landstraße zusammen gebracht worden. „Ein Megaerfolg“, sagt Güntzer.

Allein in Frankfurt seien 2.150 Arbeitsplätze angeboten worden. Experten hätten Vorträge gehalten und Tipps gegeben. Eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Jahr sei schon angedacht.

Quelle: op-online.de

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