Das Monster von Riedsee

Frankfurt (mic) - Im Frankfurter Nordosten, genauer gesagt im Naturschutzgebiet Enkheimer Ried, geht die Angst vor einem Wassermonster um. Einem Bericht der Frankfurter Rundschau zufolge sind auf dem Riedsee im 75. Jahr seines Bestehens praktisch alle Wasservögel verschwunden.

Enten, Kormorane, Haubentaucher, Gänse und ein Schwanenpaar sind nicht mehr da. Sie scheuen die freie Wasserfläche und halten sich in angrenzenden Arealen auf. Die Bestände insgesamt sind nämlich nicht geschrumpft. Joachim Hartmann, Experte des Forstamts Groß-Gerau, und der Biologe Uli Eidam von Frankfurter Naturschutzbeirat vermuten, dass ein riesiger Raubfisch die Vögel in die Tiefe zieht und verspeist. In Frage kommen ein Hecht oder ein Wels. Vor Jahren, so Hartmann, habe man vergeblich mit einem elektronischen Gerät nach dem Monster gesucht. Weil man den See aber nicht ablassen will, bleibt eigentlich nur die Strategie, auf das natürliche Ableben des „uralten Großen“ zu warten.

Unterdessen machen Geschichten die Runde, nach denen ein riesiger Hecht eine Entenfamilie mit einem einzigen Schnappen drastisch dezimiert hat. Eidam glaubt, dass ein Mega-Wels mit einer Länge von 1,50 Metern die Tiere fresse. Sein Maul habe man schon gesehen. In Frage kommen für den Biologen auch wilde Nerze, die am Ufer leben und als gute Schwimmer auch auf dem Wasser jagen.

Quelle: op-online.de

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