Sky du Mont mit Rocky Horror Show in Alter Oper

Riff Raff als Traumrolle

+
Beobachter am Rande: Schauspieler Sky du Mont führt als Erzähler durch die Geschichte der Rocky Horror Show.

Frankfurt - Nächste Woche macht die Rocky Horror Show Station in der Alten Oper. Als Erzähler tritt der Schauspieler Sky du Mont auf. Kurz vor einem Dreh in Berlin hat ihm unsere Mitarbeiterin Sonja Achenbach am Telefon einige Fragen gestellt.

Sie waren bereits 2011 Erzähler der Rocky Horror Show. Warum haben Sie erneut diese Rolle angenommen?

Weil es einfach eine ganz tolle Aufführung ist. Sie macht einen riesen Spaß, und das Team ist toll. Für mich – ich spiele ja kein Theater mehr – ist es einfach schön, mal wieder dieses Live-Erlebnis zu haben.

Nimmt Regisseur Sam Buntrock Einfluss auf Ihre Rolle?

Ich komme auf die Bühne und kommuniziere mit den Menschen, da kann er nichts großes Inszenieren. Die Interaktion mit dem Publikum habe ich allerdings ein bisschen ausgebaut, weil ich natürlich schon reagiere, wenn sie „Boring!“ schreien.

Das Publikum ist in den Vorstellungen der Rocky Horror Show ja nicht gerade für ruhiges Zuschauen bekannt. Was bleibt da besonders in Erinnerung?

Das war am Anfang schon etwas nervig. Mittlerweile finde ich das ganz angenehm. Ich habe gelernt damit umzugehen und das zu lenken. Manchmal ist da Improvisation gefragt.

Sie sind in der aktuellen Tour in vielen Städten aufgetreten. Kann man das Publikum da überhaupt noch unterscheiden?

Ja, auf jeden Fall. Ganz unterschiedlich. Manchmal sind Profis drin, die genau an den richtigen Stellen rufen, dann sind manchmal welche drin, die sich nicht trauen. Jede Vorstellung ist anders. Selbst bei den Nachmittagsvorstellungen, wenn draußen die Sonne scheint – auch die sind ganz toll. Ich habe allerdings auch noch nie eine so erfolgreiche Tournee gemacht. Es ist einfach der Hammer! Die Leute flippen aus. Das ist toll.

Schlägt das Publikum manchmal über die Stränge?

Einmal haben sie mit einer Wasserpistole auf mich geschossen. Das ist eigentlich verboten, nicht wegen mir, sondern weil dann Tänzer auf die Bühne kommen, die sonst Gefahr laufen auszurutschen und sich ein Bein zu brechen. Das ist aber erst ein einziges Mal passiert.

In London haben sie Christopher Biggins getroffen, der im Film mitspielt. Haben Sie etwas mitnehmen können?

Für mich war es interessant mit einem zu sprechen, der damals dabei war. Einige von unseren Erzählern treten in Strapse auf – ich hab’ mich immer geweigert. Ich finde, dass das falsch ist, weil ich von außen die ganze Szenerie beobachte. Jetzt konnte ich ihn fragen, was davon richtig ist. Biggins hat mir dann zugestimmt, im Original ist der Erzähler niemals in Strapsen aufgetreten. Die Möglichkeit zum Austausch war für mich sehr interessant.

Rocky Horror Show: Wir waren in London

Gibt es einen Unterschied zwischen der Inszenierung von 2008 und der aktuellen?

Ja. Es sind Kleinigkeiten. Ich muss dazu sagen, ich habe das Stück ja nie von vorn gesehen. Das ist ganz schräg. Die Unterschiede sind insofern für mich sehr schwierig zu charakterisieren. Es ist schauspielerisch anders. Brad und Janet sind zum Beispiel richtig gut drauf. Meine Auftritte sind dabei fast identisch geblieben – von den Seiten, von wo ich komme – aber ich bin ja nur der Erzähler.

Welche Rolle würden Sie gern spielen und warum?

Ich finde die Rolle vom Riff Raff ganz toll. Der rennt ja auch nicht in Strapsen rum. (lacht). Er hat sowas Teuflisches und doch Komisches. Das mag ich ja sowieso.

Freuen Sie sich auf das zweiwöchige Gastspiel in Frankfurt?

Ich hab vor drei Jahren schon da gespielt und freue mich total. Das Theater ist sehr schön. Die Stadt kenne ich sehr gut. Zwei „Tatort“-Folgen habe ich dort gedreht. Da bin ich gern zu Fuß unterwegs. Zum Essen gehe ich immer in die Fressgass. Frankfurt mag ich richtig gern.

Ab 31. März in der Alten Oper. Karten unter der Telefonnummer 069/12340400

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare