Autofahrt zum Auftragsmord?

Aschaffenburg/Frankfurt - Polizeibeamte aus Aschaffenburg haben möglicherweise einen Auftragsmord verhindert. Sie nahmen drei Mäner fest, die bereits einen Teil ihres „Honorars“ erhalten und ausgeben hatten.

Bei einer routinemäßigen Personenkontrolle hat die Aschaffenburger Polizei in der Nacht zum Dienstag möglicherweise einen Auftragsmord verhindern können.

Den Beamten gingen dabei drei Männer ins Netz, die nach eigenen Angaben den Ehemann ihrer Auftraggeberin aus dem Odenwaldkreis ermorden sollten. „Die Männer sind, sobald sie die Polizisten sahen, in die Offensive gegangen und haben von den Mordplänen der Frau erzählt“, sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt in Würzburg. Sie hätten beteuert, dass sie den Mann nicht umbringen und noch zur Polizei gehen wollten. Ihre Auftraggeberin wurde noch in der Nacht festgenommen.

Die 50 Jahre alte Frau aus dem Odenwaldkreis ist der Polizei bereits gut bekannt und sitzt wegen ihrer Mordlust nicht zum ersten Mal in Untersuchungshaft: Bereits vor drei Jahren wollte sie laut Polizei ihren Mann töten. Damals zielte sie mit einer Pistole auf ihren im Auto sitzenden Partner. Er blieb unverletzt, sie wurde in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Vor etwa einem Monat schmiedete die 50-Jährige nun offenbar abermals Mordpläne und sprach die drei Männer an. Sie soll ihnen insgesamt 2000 Euro für den tödlichen Auftrag geboten haben. Die Anzahlung von 1000 Euro gaben die Männer den Angaben zufolge bereits in einer Nobeldisko in Frankfurt aus. Die Frau muss sich nun wegen versuchter Anstiftung zum Mord verantworten. Ob sich auch die drei Männer strafbar gemacht haben, werde derzeit geprüft.

dpa

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Arno Bachert/pixelio.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare