Bluttat vor Gericht

Mord vor Frankfurter Amtsgericht als Racheakt?

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Bild vom Einsatzort in Frankfurt.

Frankfurt - Der festgenommene Tatverdächtige, der heute vor dem Amtsgericht in Frankfurt zwei Männer getötet haben soll, ist der Bruder eines früheren Opfers. Die Bluttat in Frankfurt könnte als Rache verübt worden sein.

Tödliche Attacke mit blutiger Vorgeschichte: Vor einem Prozesstermin sind heute am Eingang eines Frankfurter Gerichtsgebäudes zwei Männer getötet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft steht die Tat im Zusammenhang mit einer Fehde unter Autohändlern.

Die Bluttat im Frankfurter Gerichtsviertel könnte auf einen Racheakt zurückgehen: Der 47 Jahre alte mutmaßliche Täter soll der Bruder eines Mannes sein, den die beiden Opfer vor sieben Jahren getötet hatten. Er selbst sei bei dem Angriff 2007 verletzt worden. Das berichtete Polizeivizepräsident Gerhard Bereswill bei einer Pressekonferenz. 2008 waren die beiden Männer vom Totschlagsvorwurf freigesprochen worden - es war nicht auszuschließen, dass sie in Notwehr gehandelt hatten. Die Staatsanwaltschaft legte danach Revision ein. Seit Mittwoch wurde erneut verhandelt, nun wegen versuchten Totschlags.

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Blutige Attacke am Frankfurter Gerichtsgebäude

Die drei Männer trafen laut Polizei heute am Eingang des Gerichtsgebäudes E aufeinander. Der Angreifer stieß als letztes zu der Gruppe und eröffnete sofort das Feuer. Er schoss zuerst den einen Mann nieder. Der andere Mann floh ins Gebäude. Der Täter rannte hinterher, streckte ihn mit einem Schuss nieder und stach dann auf ihn ein. Der Leitende Oberstaatsanwalt berichtete der Nachrichtenagentur dpa, die für den Prozess zuständige Staatsanwältin sei eine der wenigen Augenzeugen: Sie habe gerade rauchend am Eingang gestanden, als der erste Schuss fiel. Die Polizei verhaftete den mutmaßlichen Täter bereits kurze Zeit später.

Tödlicher Angriff vor dem Amtsgericht

Tödlicher Angriff vor dem Amtsgericht

dpa

Quelle: op-online.de

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