Fieberhafte Suche nach Rentnermörder

Frankfurt - Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Rentnern in Frankfurt und Oberursel sucht die Polizei die Tatorte nach DNA-Spuren ab. Nach wie vor gebe es keine Hinweise, dass beide Überfälle auf das Konto eines Täters gehen, sagte Doris Möller-Scheu, Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

Innerhalb von zwei Tagen waren in der vergangenen Woche in Frankfurt ein 89 Jahre alter Mann und in Oberursel eine 84-jährige Frau mit Stichen in dem Hals getötet worden, beide hatten auch Kopfverletzungen. Während es für den Überfall in Oberursel keine Zeugen gibt, hat die Frankfurter Polizei immerhin die Beschreibung des Täters: Zeugen hatten einen 25 bis 30 Jahre alten, dunkel gekleideten und maskierten Mann mit hellen Turnschuhen weglaufen sehen. „Das ist unser Hauptverdächtiger“, sagte Polizeisprecher Alexander Kießling. Bevor der 89-Jährige im Krankenhaus starb, hatte er gesagt, er sei mit einem Schraubenzieher angegriffen worden. Die Wohnung des Rentners war durchsucht worden.

Anders in Oberursel: Die Rentnerin, die in Brasilien lebte und bei ihrer Tochter zu Besuch war, habe den Täter möglicherweise gekannt und in die Wohnung gelassen, sagte Staatsanwältin Möller-Scheu. Nichts habe auf eine Abwehr hingedeutet, auch Hinweise auf einen Raub gebe es nicht. Zusammenhänge mit einem tödlichen Überfall auf ein Koblenzer Rentnerpaar gibt es nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt nicht. Die 75 und 68 Jahre alten Rentner starben in der vergangenen Woche nach einem Überfall in ihrer Wohnung an Schnitt- und Stichverletzungen. „Den Koblenzer Fall haben wir im Visier“, Ermittlungsergebnisse würden ausgetauscht, sagte Polizeisprecher Kießling.

dpa

Quelle: op-online.de

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