Fünf Jahr Knast für Mordversuch „aus Versehen“?

Frankfurt - Im Prozess um einen Mordversuch „aus Versehen“ hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor dem Frankfurter Landgericht fünf Jahre Haft für einen 42-Jährigen gefordert.

Der Mann hatte am Fastnachtssonntag Streit mit einem anderen Mann in einer Frankfurter Gaststätte. Später glaubte er seinen Kontrahenten auf dem Bürgersteig und stieß ihm mit voller Wucht ein Messer von hinten in den Hals. Es stellte sich jedoch heraus, dass er einen völlig unbeteiligten Passanten lebensgefährlich verletzt hatte.

Die Verteidigung meinte, eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung sei ausreichend. Der betrunkene Mann habe in Panik zugestochen, weil er zuvor in dem Lokal von seinem richtigen Kontrahenten mit dem Tod bedroht worden sei. Die Schwurgerichtskammer will am Montag das Urteil bekannt geben.

dpa

Quelle: op-online.de

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