Wilder Motorradritt mit teuren Folgen

Frankfurt (ots) - Binnen fünf Minuten und auf acht Kilometern Fahrt auf der A 3 hat es am Sonntagnachmittag ein 32-jähriger Motorradfahrer geschafft, 1 520 Euro Bußgeld, 15 Punkte in Flensburg und sechs Monate Fahrverbot buchstäblich einzufahren.

Diese außerordentlich hohe Bilanz konnte der aus Rodgau stammende Fahrer einer Yamaha YZF-R1, der bei seinem wilden Trip lediglich mit einer Bauarbeiterkluft und einem Helm bekleidet war, vorweisen. Aufgefallen war der Motorradfahrer, als er eine Zivilstreife (Videowagen) der Autobahnpolizei Frankfurt, zwei dahinter fahrende Autos sowie vier vor dem Zivilwagen fahrende Pkws gegen 17.20 Uhr mit hoher Geschwindigkeit am Offenbacher Kreuz rechts überholte.

Schon hier war er mit 151 km/h statt der erlaubten 80 km/h unterwegs, und das alleine hätte dem Mann schon 440 Euro, vier Punkte und zwei Monate Fahrverbot eingebracht. Doch bei seiner weiteren Fahrt erreichte er schließlich eine Geschwindigkeit von 200 km/h. Diese war zwar im weiteren Verlauf der A 3 erlaubt, nicht jedoch das extrem dichte Auffahren von nur rund 13 Meter auf einen weiteren Pkw. Diese zweimal Fahrweise hätte im Zweifelsfall tödliche Auswirkungen für den jungen Familienvater gehabt.

An der Anschlussstelle Obertshausen konnte der Motorradfahrer schließlich gestoppt werden. Hier hatte er dann keinerlei Ausweisdokumente oder Fahrzeugpapier vorzuweisen. Daher musste er die Beamten zu Polizeiwache begleiten. Eine Erklärung für seinen nicht nur sich selbst gefährdenden Fahrstil wollte er nicht abgeben. Die  Anzeige wird der zuständigen Bußgeldstelle zur weiteren Entscheidung vorgelegt. Hier wird auch über einen möglichen Führerscheinentzug entschieden. Für diese irrsinnige Fahrweise hatten nicht nur die hartgesottenen Kollegen der Autobahnpolizei überhaupt kein Verständnis.

Quelle: op-online.de

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