Rauchwolke

Großfeuer versetzte Mühlheimer am Mittwoch in Aufregung

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Zu einem Großeinsatz musste die Feuerwehr am Lämmerspiel ausrücken.

Am späten Mittwochnachmittag hatte es in Mühlheim gebrannt. Die Hausener Straße musste großräumig abgesperrt werden. 

Update, 21. Juni, 08:59 Uhr:

Und so waren rund 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei Rettungsdienst und DLRG damit beschäftigt, Schlimmeres zu verhindern.

Gegen 15.15 Uhr ging der Alarm bei der Feuerwehr ein, zunächst hieß es, eine Fotovoltaikanlage habe Feuer gefangen. Betroffen war eine ehemalige Babbscherstube im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in der Hausener Straße mit den Nummern 41/43, unweit von „Die kleine Kneipe“. Die ersten Einsatzkräfte, die am Unglücksort eintrafen, sahen „eine ganz klare Flammenbildung außen am Dach“, berichtet Mühlheims Stadtbrandinspektor Lars Kindermann. Die Flammen haben sich relativ schnell ausgebreitet. „Wir konnten zu Beginn nicht verifizieren, ob die Fotovoltaikanlage in Brand war“, sagt Kindermann. Ein Nachbar hatte dies gemeldet. Und somit war auch nicht klar, ob zusätzlich giftige Substanzen freigesetzt wurden. Zumindest setzten Geruch und Qualmbelastung die Feuerwehr in Alarmbereitschaft.

Neben einer Warnung über die App „Katwarn“, in der die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde, Fenster und Türen geschlossen zu halten, sperrte die Polizei die Hausener Straße großräumig von der Ortsmitte Lämmerspiel an bis zum Ortsausgang nach Hausen ab und ließ weder Fahrzeuge noch Radfahrer, noch Passanten durch. Zudem räumte die Polizei das angrenzende Freibad, damit möglicher sich drehender Wind die Badegäste nicht gefährdet. Erst gegen 17 Uhr war klar, dass keine weiteren giftigen Substanzen freigesetzt wurden. Die beiden Inhaber des Wohnhauses, die laut Polizei gerade aus dem Urlaub zurückgekehrt waren, standen unter Schock und mussten ebenso wie zwei Feuerwehrmänner mit Hitzestau behandelt werden.

Für die drei Freiwilligen Feuerwehren aus Mühlheim, die Unterstützung von ihren Kollegen aus Obertshausen, Rodgau, Hainstadt und Rödermark bekamen, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig, erläutert Kindermann. Es wurden zwei Strategien gefahren: Zum einen ein Lösch-Innenangriff und zum anderen wurden Ziegel entfernt und eine Dachöffnung geschaffen, um auch von der Drehleiter aus die Flammen bekämpfen zu können.

Der Einsatz war gegen 20 Uhr beendet, allerdings mussten gegen 20.45 Uhr noch mal einige Glutnester nachgelöscht werden. Die Hausener Straße wurde gegen 19.30 Uhr wieder freigegeben. Die Brandursache ist unklar, das Gebäude versiegelt. Die Brandermittler nehmen heute ihre Arbeit auf.

Großbrand in Mühlheim: Einsatzkräfte mussten Freibad räumen und Straße sperren

Update, 19. Juni, 19.08 Uhr: Laut Lars Kindermann, Stadtbrandinspektor der Stadt Mühlheim, ist das Feuer inzwischen gelöscht. Bei dem Brand sind nach den Messungen der Feuerwehr keine für die Bevölkerung belastenden Stoffe freigesetzt worden.

Bei den beiden leicht Verletzten handelt es sich um zwei Menschen, die vermutlich eine Rauchgasintoxikation erlitten haben.

Update, 19. Juni, 18.55 Uhr: Nach unseren Informationen ging der Alarm bei der Feuerwehr um 15.15 Uhr ein. Betroffen ist ein Mehrfamilienhaus in der Hausener Straße mit den Hausnummern 41/43. 

Sicherheitshalber wurde das nahegelegene Freibad Lämmerspiel geräumt und die Straße gesperrt. 50 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren waren vor Ort (ron). 

Update, 19. Juni, 17.11 Uhr: Bei dem Brand in Mühlheim-Lämmerspiel sind zwei Menschen leicht verletzt worden, berichtet die Feuerwehr in Mühlheim. Nähere Einzelheiten zu den Personen sind laut aktuellem Stand noch nicht bekannt. 

Die Löscharbeiten dauern noch mindestens eine Stunde, eher länger, schätzt die Feuerwehr. Der Brandort ist weiträumig abgesperrt - und zwar vom Ortsausgang Hausen bis zur Offenbacher Straße.

Anders als ursprünglich von der Feuerwehr angenommen, brennt keine Solaranlage, sondern lediglich ein Dachstuhl. Die Brandursache ist noch unklar und muss ermittelt werden.

Feuer in Mühlheim: Messungen wegen giftiger Dämpfe

Weil die Feuerwehr sichergehen wollte, dass keine giftigen Dämpfe austreten, führte sie Messungen vor Ort durch. Dabei gab es eine gute Nachricht für alle Menschen in der Region: Der Rauch ist nicht gefährlich. Sie können Fenster und Türen nach den Beendigungen der Löscharbeiten wieder schließen.

Von der Feuerwehr sind zirka 60 Einsatzkräften vor Ort. Sie verteilen sich auf die Wehren Mühlheim, Rodgau, Obertshausen, Hainstadt und Rödermark. Außerdem waren Polizei und Rettungskräfte im Einsatz.

Großbrand in Mühlheim

Update, 19. Juni, 17.01 Uhr: Die Feuerwehr ist wegen des Brandes in Mühlheim noch immer im Einsatz. Das Feuer brach laut Polizei gegen 15.15 Uhr aus und wird immer noch gelöscht. Die Löscharbeiten dauern an und werden voraussichtlich bis 18 Uhr dauern, schätzt die Polizei. Über die Brandursache und eine mögliche Schadenshöhe konnten die Ermittler noch nichts sagen. 

Großbrand in Mühlheim: Fenster und Türen geschlossen halten

Erstmeldung, 19. Juni, 16.17 Uhr: Mühlheim - In Mühlheim-Lämmerspiel steht derzeit ein Dach mit Solaranlagen in Flammen. Nach unseren Informationen ist der Rauch, der bei dem Brand austritt, giftig. Deshalb ist der Einsatzort weiträumig abgesperrt.

Die Menschen müssen vorsichtig sein, sollen Fenster und Türen geschlossen halten. (chw)

VON RONNY PAUL

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