Museum Giersch bleibt

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Das Museum Giersch bleibt an seinem Standort am Frankfurter Museumsufer.

Frankfurt ‐ Das Museum Giersch wird nicht vom Museumsufer wegziehen, sondern an seinem angestammten Standort am Schaumainkai 83 bleiben. Das teilte die Stiftung Giersch, die das auf regionale Kunst des 19. Jahrhunderts spezialisierte Museum trägt, gestern in Frankfurt mit. Von Christian Riethmüller

Das Museum hatte in den vergangenen Wochen den Umzug in ein in der Innenstadt gelegenes Gebäude erwogen. Dort besitzt die Stiftung in der Neuen Mainzer Straße 26 (schräg gegenüber des Eurotower) einen Neorenaissance-Palast, der 1875 vom Architekten des Deutschen Reichstags, Paul Wallot, erbaut wurde.

Um den Umzug und die denkmalgerechte Restaurierung des Palastes, in dem lange Zeit eine italienische Bank ihren Sitz hatte, gegenfinanzieren zu können, wollte die Stiftung den derzeitigen Standort des Museums vermieten dürfen. Die frühere Villa Holzmann hätte sich, so die Überlegungen, als repräsentativer Sitz für ein Unternehmen oder eine Institution geeignet.

Solchen Plänen ist allerdings ein von der Stadt Frankfurt verfügter Eintrag im Grundbuch vor, der die ausschließliche Nutzung des Gebäudes für kulturelle Zwecke vorschreibt. Unter diesen Voraussetzungen hatte die Stadt 1997 die Villa für den vergleichsweise günstigen Preis von etwa 1,5 Millionen Mark an den Frankfurter Unternehmer Carlo Giersch verkauft, der dann gut sieben Millionen Mark in Sanierung und Umbau des Gebäudes steckte, in dem das von ihm finanzierte und seinen Namen tragende Museum untergebracht wurde.

Nach Angaben der Stiftung Giersch war der Frankfurter Magistrat nicht bereit, die sogenannte Grunddienstbarkeit von dem Gebäude am Schaumainkai auf das Gebäude in der Innenstadt zu übertragen, weshalb die Umzugspläne nun nicht mehr weiter verfolgt werden. Wie Stephan Rapp, Vorstand der Stiftung, unserer Zeitung sagte, soll nun das Gebäude in der Innenstadt für eine Büro- und Wohnnutzung renoviert werden.

Quelle: op-online.de

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