Museumsnacht wird zur Abriss-Party

Frankfurt/Offenbach - Bei der Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach an diesem Samstag wird das Historische Museum geschleift. Der aus dem Jahr 1972 stammende Betonkasten am Römerberg öffnet zum letzten Mal vor Abriss und Neubau.

Der Museums-Altbau wird derzeit saniert. Besucher dürfen Betonstücke herausbrechen, Künstler besprühen die Fassade, Dichter messen sich im Poetry-Slam, eine Lichtshow entführt in die 1960er Jahre.

Insgesamt locken 47 Museen und andere Ausstellungsorte mit Tanz, Theater, Musik, Filme oder Performances. Die Veranstalter erwarten erneut rund 40.000 Besucher zur 12. Auflage der Veranstaltung. Fünf kleinere Häuser sind in diesem Jahr neu dabei, zum Beispiel die Oldtimer-Ausstellung „Klassikstadt“ in Frankfurt-Fechenheim, das alternative Koch-Event „Freitagsküche“ oder der Kuhhirtenturm in Alt-Sachsenhausen, in dem einst der Komponist Paul Hindemith lebte.

Die Hauptroute verläuft zwischen Osthafen, wo der Kulturbunker Schmickstraße erstmals teilnimmt, und dem Westhafen, wo der Apfelweinglas“ genannte Rundturm neben Panoramablick aus dem 28. Stockwerk eine Fotoausstellung und ein Jazzkonzert bietet. Im Dialogmuseum kann man im Dunkeln Tango tanzen, das Kommunikationsmuseum bietet Clowns und russische Musik, im Ikonen-Museum gibt es Bauchtanz und Shisha. Bei der Benefizauktion „Junge Kunst mit Zukunft“ werden zum zehnten Mal Werke von Künstlern der Städelschule und der Hochschule für Gestaltung in Offenbach versteigert.

Von 19 Uhr am Samstagabend bis 2 Uhr am Sonntagmorgen können die Besucher Kultur genießen. Kostenlose Shuttle-Busse und eine historische Eisenbahn verbinden die beteiligten Häuser, nach Offenbach fährt auch ein Oldtimer-Bus. Dort haben das Ledermuseum, das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspor Museum geöffnet. Eine Karte kostet zwölf Euro.

dpa

Quelle: op-online.de

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